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31.05.1996 - 

Internet-Tricks für Entwicklungs-Tool

Web- und Datenbankfunktionen von Magic Software Enterprises

Mit "Web Link" erhält der Anwender ein Add-on zum Entwicklungswerkzeug Magic 6, das die Kommunikation zwischen Magic-Applikationen und Web-Server-Produkten wie Netscapes "Commerce Server" oder Microsofts "Information Server" ermöglicht. Es läuft zur Zeit auf Windows-NT-Servern und stellt Funktionen wie Programmaufrufe, Abwicklung von Warteschlangen sowie Pipelines für die HTML-Ausgabe zur Verfügung. Als Referenzkunden für das Zusatz-Tool nennt der Hersteller die Gannett Media Technology Int., ein Tochterunternehmen des Verlagshauses Gannett Corp., das unter anderem die Tageszeitung "USA Today" herausbringt. MSE will die Link-Software in die kommende Version der Entwicklungsumgebung integrieren. Web Link können sich Interessenten von der MSE-Homepage http://www.magic-sw.com kostenlos herunterladen.

Mit "Web Link Plus" sollen Magic-Anwender künftig multimediale Inhalte über das Internet verteilen können. Dabei lassen sich laut Anbieter HTML-Formate automatisch erzeugen. "Web Dispatcher" soll es ermöglichen, die Anwendungen über das Netz hinweg zu partitionieren.

Außerdem hat MSE ein Internet-Client-Modul entwickelt, mit dem sich Magic-Server-Anwendungen via Internet nutzen lassen. Dazu laden Endanwender das Client-Programm, das im wesentlichen die Oberfläche enthält, vom Netz, während die Logik auf dem Server bleibt. Die Unterstützung von Java ist geplant.

Komplettiert wird die Entwicklungsumgebung durch die Datenbank-Management-Systeme "Scalable SQL" und "Btrieve" von Btrieve Technologies. Das Unternehmen mit Sitz in Austin, Texas, und etwa einer Milliarde Dollar Umsatz im Jahr 1995 wurde 1994 nach einem kurzen Zwischenspiel bei Novell wieder selbständig. Das Kooperationsabkommen von MSE und Btrieve sieht eine Zusammenarbeit in der technischen Entwicklung und die Bündelung der Produkte vor. Magic 6 ist bereits mit Btrieve ausgestattet.

Zu den neuen Plattformen, die Magic unterstützt, gehört Windows NT auf Alpha- und Intel-Plattformen. Außerdem hat die Magic Software Enterprises Deutschland GmbH, München, 32-Bit-Versionen für Windows 95 und Windows NT angekündigt. Daneben läuft Magic unter anderem auf Open-VMS-Systemen, über ein Gateway auf der AS/400 sowie auf Unix- und Netware-Maschinen.

Noch im ersten Halbjahr 1995 hatte MSE rote Zahlen geschrieben. Das Unternehmen begründet die Verluste damit, daß die Windows-Versionen verspätet auf den Markt gelangten. Für 1996 erwartet MSE einen Umsatz von 35 bis 40 Millionen Dollar. Die Mitarbeiterzahl soll im Laufe des Jahres von 240 auf 300 anwachsen.