Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

08.04.2008

Websphere beherrscht Event Processing

IBMs Middleware-Plattform soll künftig auch komplexe Ereignismuster einer Service-orientierten Architektur (SOA) erkennen und darauf reagieren können.

Auf seiner Kundenkonferenz Impact in Las Vegas kündigte IBM zahlreiche Erweiterungen der Websphere-Familie an, um das Verwalten und Steuern von Diensten in einer SOA zu erleichtern. Die meisten SOA-Plattformen orchestrieren Services zentral anhand eines definierten Geschäftsprozesses. Weniger ausgeprägt sind die Fähigkeiten, wenn es um komplexe Ereignisse geht, in denen ein bestimmtes Muster von Aktivitäten mehrere Services anstoßen soll. Solche komplexen Ereignisse treten besonders in transaktionsintensiven IT-Umgebungen auf, beispielsweise in der Finanzbranche.

To-do-Liste der Branche

Die großen Player im SOA-Markt, darunter Oracle, Tibco und IBM, reagieren darauf mit einer Ausweitung ihrer Plattformen um Funktionen für das Event Processing. IBM setzt auf "Websphere Business Events". Die Software soll es Benutzern erlauben, Ereignisse zu überwachen und zu analysieren, um so Verbindungen zu erkennen, die auf den ersten Blick kaum sichtbar sind. Entscheidend ist, wie die Verantwortlichen oder die Software auf diese Muster reagieren. Im Idealfall erkennt das Programm Verbindungen zwischen Ereignissen automatisch und stößt ohne menschliche Eingriffe entsprechende Aktionen an. Ein Beispiel wären mehrere ungewöhnliche Aktivitäten an einem Geldautomaten. Websphere Business Events könnte die Aktionen als Betrugsversuche interpretieren und einen Alarm auslösen oder den Geldautomaten abschalten, erläutert IBM.

Radarsystem für Ereignisse

Auch der amerikanische Anbieter Progress Software arbeitet mit seiner Apama-Sparte schon seit längerem an ereignisorientierten Funktionen. Experten haben für solche Systeme die Begriffe Event Driven Architecture (EDA) und Complex Event Processing (CEP) geprägt. Hersteller versprechen damit eine Art Radarsystem für die Unternehmenssteuerung. Oracle wirbt schon seit längerem für das Konzept und benutzt dafür den in der Branche umstrittenen Begriff SOA 2.0. IBM verstärkte seine Bemühungen in diesem Segment erst im Januar mit der Übernahme des Event-Spezialisten Aptsoft. (wh)