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24.05.2007 - 

Kolumne

Wechsel auf die Zukunft

Zurzeit ist es wirklich spannend, die Übernahmeschlachten im Online-Werbemarkt zu beobachten. Erst schnappte sich Google den Vermarkter Doubleclick, jetzt hat Microsoft angekündigt, den Online-Werbebroker Aquantive zu kaufen. Andere Internet-Größen wie Yahoo oder WPP haben sich ebenfalls schon mit Werbevermarktern versorgt. Die Vermittler sind deshalb so interessant, weil sie Werbung in passender Umgebung auf den Webseiten von Content-Anbietern platzieren können. Zwar konnte Google schon vor dem Kauf von Doubleclick Anzeigen kontextsensitiv auf den Seiten Dritter präsentieren, aber nur in Form von Textanzeigen. Bewegte Bilder, Banner und andere Werbeformate waren bis dato nicht auslieferbar. Doubleclick und seine umschwärmten Konkurrenten können das.

Doch Microsoft und Google haben nicht nur deshalb diese Flanke ihres Geschäfts gestärkt. Im Softwaregeschäft geht der Trend langfristig weg von Lizenzverkäufen und hin zu Software as a Service. Die Softwareanbieter müssen sich mit den neuen Geschäftsmodellen beschäftigen und sich vor allem auch überlegen, wie sie an Subs-kriptionsmodellen verdienen wollen. Die Software wird vom Anbieter in einer gewissen Konfiguration gemietet, der Nutzer zahlt für den Betrieb und die Pflege der Software einen monatlichen Obolus. Bei Beziehungen zu einem oder wenigen Anbietern kann dieses Modell gut funktionieren. Aber je vielfältiger die Verflechtungen der Anwender mit ihren Software- und Servicelieferanten werden, desto komplizierter werden die Abrechnungsmechanismen.

Für was muss wer an wen zahlen? Die Beantwortung dieser Frage dürfte hochkomplexe Abrechnungssysteme hervorbringen, gegen die die heutigen Roaming-Abkommen der Mobilfunkbetreiber trivial anmuten.

Was da auf Anwender und Anbieter zukommen könnte, zeichnet sich mit der bisher nur inoffiziell angekündigten Kooperation zwischen Google und Salesforce.com ab. Zwar weiß noch niemand, wie die Unternehmen zusammenarbeiten werden, fest steht aber, dass sie ihre Stärken kombinieren werden: Salesforce als CRM- und Plattformanbieter für Software as a Service und Google in seiner Funktion als ubiquitäre Marke, Anbieter von Suchalgorithmen , Appliances, Werbevermittler und Online-Office-Tools. Und wenn man sich jetzt noch vorstellt, dass Teile dieses kombinierten Angebots nicht in monatlichen Abozahlungen abgerechnet werden, sondern beispielsweise über die Zulassung von Werbung in den webbasierenden Applikationen, dann wäre eine weitere alternative Bezahlmethode für die Softwarenutzung im Internet geboren. Dabei können natürlich die Aquantives und Doubleclicks dieser Welt helfen.

Diese Kolumne finden Sie auch im Blog der computerwoche unter blog.computerwoche.de. Dort können Sie Ihre Meinung abgeben und sofort veröffentlichen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.