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27.05.1983 - 

BMFT fordert mehr "Technik nach menschlichem Maß:

Weg vom Computer-Analphabetentum

FRANKFURT (VWD) - Zu privaten und Industriellen Initiativen, um die Jugend stärker mit der Computertechnik vertraut zu machen, hat Staatssekretär Dr. Albert Probst vom Bundesforschungsministerium auf dem Ingenieurtag 1983 in Frankfurt aufgerufen. Es gehe nicht an, daß eine ganze Generation Jugendlicher als Computer-Analphabeten in eine Arbeitswelt entlassen wird. in der sie der Computertechnik auf Schritt und Tritt begegnen wird.

Nach Probst verlassen in der Bundesrepublik 95 von 100 Jugendlichen die Schule ohne Kenntnisse im Umgang mit Mikrocomputern, mit denen im Ausland gezielt schon Kleinkinder vertraut gemacht würden. Das Bildungssystem allein könne das Defizit in diesem Bereich nicht wirksam und schnell genug abbauen.

Zur Verbesserung der Situation seien vielmehr neue Gespräche von Vertretern aus Wissenschaft, Technik und Computerindustrie mit den Bildungsexperten der Bundesländer dringend notwendig. Nach Meinung von Probst ist die Bundesrepublik im übrigen auf dem Weg, "die Technik in den Dienst des Menschen zu stellen", faktisch weiter als in der öffentlichen Kritik oft wahrgenommen wird. Künftig dürfte beim Einsatz einer neuen Technik nicht nur nach dem Tempo und der Reichweite ihrer Einführung gefragt werden.

Sehr viel intensiver müsse auch die Frage nach den unmittelbaren Nutzen für dem Menschen selbst und nach möglichen Gefährdungen der natürlichen und sozialen Umwelt gestellt werden. Erforderlich sei künftig mehr "Technik nach menschlichem Maß", die Naturrohstoffe und Umwelt schont und für den Menschen keine zusätzlichen Belastungen an Arbeitsplatz, Wohnort oder in der Freizeit mit sich bringt. Diese Aspekte müßten bei der Entwicklung der neuen Kommunikationstechniken sowie beim Wohnungs- und Städtebau und bei der Energieversorgung der Zukunft berücksichtigt werden. Es reiche nicht mehr aus, nur das unmittelbare Gefahrenpotential einer neuen Technik zu minimieren oder auszuschalten.