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12.05.2000 - 

Jo-Ann Stores verschob Einführung um sieben Monate

Wegen Durchsatz und Funktionen - SAP-Retail-Projekt verzögert

FRAMINGHAM (IDG) - Etwa 200-mal hat SAP seine Branchenlösung "Retail" bereits verkauft; doch tatsächlich genutzt wird sie weit seltener. Ein früher Anwender klagt über anfängliche Performance-Probleme und funktionale Schwächen.

Bereits im August vergangenen Jahres wollte Jo-Ann Stores Inc. mit Sitz in Hudson, Ohio, ein halbes Dutzend selbstgestrickter Back-Office-Anwendungen durch SAPs Standardsoftware für Filialhändler ersetzen. Das Projekt zielte auf eine bessere Abstimmung zwischen Bedarf und Lagerhaltung und auf die Automatisierung zweier bis dahin per Hand ausgeführter Prozesse: der Überprüfung von Bestelleingängen und der Produktzählung in den Läden.

Den ursprünglichen Einführungstermin musste die mehr als 1000 Geschäfte umfassende Kette von Stoff- und Handwerksläden um sieben Monate verschieben. Als Gründe nannte CIO Les Duncan den zunächst mangelhaften Durchsatz und die fehlende Unterstützung für das Saisongeschäft. "Um einige große Lücken" in der Funktionalität der Software zu schließen, nahm Jo-Ann Stores die Hilfe der SAP in Anspruch.

Duncan war sich von Anfang an darüber im Klaren, dass das Projekt kein Zuckerschlecken würde; schließlich zählte Jo-Ann Stores zu den ersten Anwendern der R/3-Version. So mußte der CIO zwar den Termin, nicht aber das mit 30 Millionen Dollar bemessene Budget überschreiten.

Wie Duncan bestätigt, sind die Performance-Probleme der Software seit Februar gelöst. Die meisten zentralen Filialoperationen laufen unter SAP Retail. Nur Lager-Management und Vertriebsverfolgung werden von anderen Systemen erledigt. Einer SAP-Sprecherin zufolge will der Softwareanbieter die mit Jo-Ann Stores entwickelten Saison-Zuordnungs-Funktionen in künftige Retail-Versionen integrieren.