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01.09.1978

Weiterbildungsmöglichkeiten für DV-Mitarbeiter

Mitarbeitern in kleineren DV-Abteilungen bieten sich Weiterbildungsmöglichkeiten meistens nur über Herstellerkurse an. Und das auch nur dann, wenn "Bedarf vorhanden ist . Zum Beispiel, wenn neue Arbeitsgebiete übernommen werden oder ein anderes System ins Haus kommt. Das ergab die Umfrage der CW zum Thema "Weiterbildungsmöglichkeiten für DV-Mitarbeiter . Bei größeren Unternehmen liegt der Schwerpunkt dagegen mehr auf der internen Weiterbildung.

Bei Neueinstellungen bevorzugen die EDV-Chefs meistens Bewerber mit einer kaufmännischen Grundausbildung. Sie sollten aber nach Möglichkeit auch Spezialkenntnisse für ihr künftiges Arbeitsgebiet mitbringen. Fachhochschul- oder Hochschulabsolventen dürften sich demnach schwertun, einen Job zu finden, Insbesondere in kleineren DV-Abteilungen. Diese verfugen meistens nicht über entsprechende personelle Kapazitäten, um DV-Neulinge in ihre Tätigkeit einzuweisen. Größere Unternehmen bieten dagegen eher eine Möglichkeit für Berufsanfänger. Über die Kosten für die interne und externe Aus- und Weiterbildung schweigen sich die meisten Befragten aus, da sie "nicht konkret erfaßbar" seien. Die Fluktuation wird - insbesondere von kleineren DV-Abteilungen - als bezeichnet. Einig scheinen sich die DV-Bosse zu sein, daß eine permanente Weiterbildung notwendig ist. Denn - wie ein EDV-Leiter treffend bemerkte - jeder der an seine berufliche Zukunft denkt, muß ständig bereit sein, dazuzulernen, sonst bleibt er auf der Strecke.

Konrad Christensen

Leiter der Organisation und Datenverarbeitung Goetzewerke, Friedrich Goetze AG, Burscheid

Im Org- und DV-Bereich unseres Unternehmens sind 58 Mitarbeiter tätig, davon 28 in der Arbeitsvor- und -nachbereitung, im RZ und in der zentralen Datenerfassung 24 in der Systemanalyse und Programmierung 6 in der Organisation.

Von den 58 Mitarbeitern haben 40 Prozent eine kaufmännische und 22 Prozent eine technische Berufsausbildung. 24 Prozent der Mitarbeiter haben eine abgeschlossene Universitäts- oder Hochschulausbildung. Für Neueinstellungen sind bei uns folgende Gesichtspunkte wesentlich:

- Das Anforderungsprofil wird bestimmt durch die zu besetzende Stelle

- Eine fundierte Berufsausbildung - Die Berufserfahrung

- Bevorzugt werden interessierte geeignete Mitarbeiter des Hauses

- Eine dauerhafte Zusammenarbeit wird angestrebt.

Die Aus- und Weiterbildung neuer Mitarbeiter gliedert sich unter Berücksichtigung der Berufsbildung, der Erfahrung und des Arbeitsgebietes in die folgenden Abschnitte:

- Vermittlung allgemeiner Hauskenntnisse

- Vermittlung oder Ergänzung der Kenntnisse über Org-/DV-Techniken

- Ergänzung der Fachkenntnisse über das vorgesehene Aufgabengebiet.

Für die Ausbildung werden bei Einstellungen Ausbildungspläne sowie Betreuer festgelegt. Die Ausbildung erfolgt am Arbeitsplatz, durch Besuch von Hausseminaren die im Rahmen des Fortbildungsprogramms des Unternehmens durchgeführt werden, und durch den Besuch von Vorträgen und Seminaren bei verschiedenen Instituten.

Außerdem werden in Zusammenarbeit mit einer Ausbildungsgemeinschaft "Mathematisch-technische Assistenten" ausgebildet, die mit einer Prüfung an der IHK ihre Ausbildung abschließen.

Vom Org- und DV-Bereich werden für die Aus- und Weiterbildung etwa vier Prozent des Gesamtbudgets ausgegeben.

Klaus Grubert

EDV-Leiter Nobilia-Werke, Gütersloh

Wir beschäftigen zur Zeit einen Systemanalytiker, der für DFÜ und neue Arbeitsgebiete zuständig ist, zwei Programmierer, zwei Operatoren sowie eine Locherin, die nur nach Anforderung arbeitet. Unsere Mitarbeiter haben alle die nach ihrem Aufgabenbereich notwendigen Lehrgänge erhalten. Dazu gehören System-, DFÜ-, Programmier- und Operator-Kurse. Zum Teil sind sie bei uns intern geschult worden.

Bei Neueinstellungen bevorzugen wir Mitarbeiter, die für ihre spezielle Tätigkeit bereits Kenntnisse und Erfahrung mitbringen. Eine kaufmännische Grundausbildung wäre gut, jedoch ist die Einstellung eines Mitarbeiters, der alle Voraussetzungen erfüllt, nicht immer möglich.

Zur Weiterbildung benutzen wir im speziellen die angebotenen Lehrgänge der Hersteller sowie Fachliteratur, im allgemeinen weiterführende Seminare der Industrie- und Handelskammer und der verschiedenen Fachverbände. Die Erfahrungen, die der einzelne Mitarbeiter in seiner täglichen Arbeit macht, sind unserer Meinung nach jedoch am wertvollsten für ein Unternehmen.

Die jährlich anfallenden Weiterbildungskosten werden bei uns nicht erfaßt.

Unsere Mitarbeiter sind bis auf, einen Operator länger als drei Jahre bei uns beschäftigt. Fluktuationsprobleme haben wir nicht.

Hermann Körner

Leiter der Programmierung Metzenauer & Jung GmbH, Wuppertal

Einschließlich Abteilungsleiter sind bei uns in der EDV-Abteilung zehn Mitarbeiter beschäftigt: Fünf Datenerfasserinnen, zwei Operatoren sowie zwei Programmierer. Die Programmierung sowie die Organisation sind bei uns in einer Abteilung zusammengefaßt.

Unsere Programmierer haben eine kaufmännische Ausbildung. Sie wurden bei uns zum Programmierer weitergebildet und besuchen regelmäßig Herstellerkurse.

An Weiterbildungsmaßnahmen bieten wir ausschließlich Herstellerlehrgänge an. Unsere Mitarbeiter können je nach Bedarf an diesen Kursen teilnehmen. Da wir im Haus eine Univac 90f30 installiert haben, schult Sperry Univac unsere Programmierer. Die Dauer dieser Weiterbildung ist unterschiedlich: In der Regel sind es zwei Monate. Der Besuch der Lehrgänge wird den jeweiligen Bedürfnissen angepaßt.

Unsere Programmierer haben bisher etwa zehn bis fünfzehn Herstellerkurse besucht. In diesen Lehrgängen werden die jeweiligen Betriebssysteme behandelt, verschiedene Programmiersprachen sowie Softwarepakete. Dann natürlich auch die peripheren Geräte, die Programmierung von Platten, Speichern und Magnetbändern.

Die beiden Programmierer sind seit sechs Jahren bei uns beschäftigt, es gibt in diesem Bereich so gut wie keine Fluktuation in unserem Haus.

Reinhold Kraus

EDV Leiter Carl-Doderer-KG, Augsburg

Bei uns sind zwei Locherinnen, ein Anfangsprogrammierer, ein hauptberuflicher Programmierer sowie ein Operator in der EDV-Abteilung beschäftigt. Bei den Programmierern sieht es aus, daß wir den jungen Mann noch aufbauen müssen, der zweite gehört dagegen noch der alten Programmierer-Generation an, - kann aber jetzt nicht mehr so gut Schritt halten mit den neuen Entwicklungen. Das heißt, daß auch er weitergebildet werden muß.

Das sieht bei uns so aus, daß die beiden Programmierer erst einmal intern aus- und weitergebildet werden. Die zweite Stufe besteht aus einer externen Weiterbildung, sprich IBM-Kursen.

Bei dem Junior-Programmierer hängt es in erster Linie von ihm selbst ab, was er daraus macht: Über kurz oder lang wird sich dann herausstellen, ob er zum Programmierer geeignet ist. Er ist von Haus aus DV-Kaufmann, verfügt also über Grundkenntnisse der Datenverarbeitung. Wir weisen ihn im Moment in die Programmierung und in die Organisation ein. Diese interne Ausbildung habe ich selbst übernommen. Sie beansprucht pro Woche etwa vier Stunden. Da er noch nicht selbständig arbeiten kann, kommt er immer wieder mit Fragen zu mir. Der Schulungsaufwand ist allerdings nicht konkret meßbar.

Wenn wir neue Leute einstellen, lege ich immer sehr viel Wert auf eine kaufmännische Grundausbildung und - je nach Einsatzgebiet auf entsprechende Spezialkenntnisse.

Die Fluktuation ist bei uns sehr gering: Im vergangenen Jahr ist lediglich ein Operator weggegangen. Der ältere Programmierer ist sogar schon seit Anfang an dabei. Da er jedoch nicht selbst an sich gearbeitet hat, muß er jetzt wieder lernen, um auf dem laufenden zu bleiben. Deshalb meine ich auch, daß jeder einige Weiterbildungskurse im Jahr besuchen muß, wenn er an seine berufliche Zukunft denkt.

Lutz Lagenbrunner Prokurist, Gold-Zack Werke, Mettmann

Wir haben sieben Beschäftige in unserer EDV-Abteilung, vier Datentypistinnen, zwei Operatoren und einen Programmierer. Der Programmierer hat nach dem Abitur eine Lehre als DV-Kaufmann absolviert, die beiden Operatoren haben eine kaufmännische Lehre, die Datentypistinnen sind angelernte

Kräfte.

Bei einer Neueinstellung im Bereich der Programmierung würden wir einen DV-Kaufmann mit einer drei- bis vierjährigen Berufspraxis bevorzugen. Er sollte auf jeden Fall eine kaufmännische Grundausbildung haben.

Wir bilden unsere DV-Leute nicht intern aus, sondern schicken sie zu Hersteller-Lehrgängen. Das ist zum Beispiel dann der Fall wenn wir ein Arbeitsgebiet übernehmen. Angeboten werden Lehrgänge über die Bedienung der Anlage, Betriebssysteme und Programmiersprachen. Darüber hinaus wird auch die Dateiverwaltung und -organisation oder ähnliches behandelt.

Bei der Fluktuation habe ich eine Quote von 0,3 angesetzt. Das heißt, bei sieben; Beschäftigten gehe ich davon aus, daß pro Jahr zwei von ihnen ihre Arbeitsstelle wechseln.