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19.01.1990

Weitere Kursentwicklung der Nixdorf-Aktie ist noch unklar

Der Einstieg von Siemens bei Nixdorf rechtfertigt für sich genommen keine Phantasie auf steigende Nixdorf-Kurse.

Zwar wird die zukünftige Siemens-Nixdorf AG durch die Einbringung der Siemens-Datentechnik erheblich aufgewertet werden, dieser "Mehrwert" wird jedoch durch eine kräftige Erhöhung des Stammkapitals zugunsten der Siemens AG als Ausgleich für die Einbringung von Sachanlagen wieder aufgehoben.

Das Ausmaß der Erhöhung des Stammkapitals wird groß genug sein, um auch für den wahrscheinlichen Fall der Umwandlung der heutigen Vorzugsaktien in Stammaktien Siemens die Dreiviertel-Mehrheit des Stammkapitals zu garantieren. Dazu bedarf es zumindest einer Kapitalverdoppelung der Nixdorf AG beziehungsweise deren Rechtsnachfolgerin. Das Grundkapital der Siemens-Nixdorf AG wird also mindestens 1,2 Milliarden Mark betragen. Geht man von 1,4 Milliarden Mark aus, ergibt sich eine Aktienzahl von 24 Millionen Stück.

Würde es sich bei Siemens-Nixdorf um eine Neuemission handeln, wäre eine Plazierung mit dem 15- bis 20fachen Gewinn (nach Steuern) möglich. Bei einem Kurs der Nixdorf-Vorzüge von 320 Mark und einem zehnprozentigen Abschlag der Vorzüge gegenüber Stämmen (= 350 Mark für die Stämme) müßte die derzeitige Börsenbewertung von einem Gewinn je Siemens-Nixdorf-Aktie für 1990 von zirka 20 Mark unterlegt sein. Bei der zu erwartenden Aktienanzahl liegt dem heutigen Kurs der Nixdorf-Vorzüge also eine Gewinnerwartung der Siemens-Nixdorf AG von rund 500 Millionen Mark (1990) zugrunde.

Nixdorf ohne Siemens würde auch 1990 einen Verlust erwirtschaften. Was Siemens in den auszugliedernden Bereichen im einzelnen verdient hat, ist nicht bekannt, bei sechs bis sieben Milliarden Mark Umsatz ist ein Gewinn von 500 Millionen nach Steuern aber auch ohne den Nixdorf-Verlust Utopie.

Fazit: Vor dem Hintergrund der heute vorliegenden Informationen ist die Nixdorf-Aktie trotz des Einstiegs der Siemens AG kraß überbewertet.