Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Fachinformationen des Normenausschusses Informationsverarbeitungssysteme (NI):


03.03.1989 - 

Weitere Normen zur Datenfernübertragung

Die Normen, die im Bereich des Normenausschusses Informationsverarbeitungssysteme (NI) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V. im Januar 1989 veröffentlicht wurden, betreffen die Gebiete Datenfernverarbeitung und Programmiersprache Pearl.

1. Die Norm DIN 66 244, Teil 2

"Schnittstelle zwischen DEE und DUE in Datennetzen, synchrone Übertragung und Verbindungssteuerungsverfahren bei Leitungsvermittlung" legt in Verbindung mit DIN 66 020 Teil 2 (CCITT X.24) die physikalischen Eigenschaften und das Verbindungssteuerungsverfahren für eine Schnittstelle zwischen Datenendeinrichtung (DEE) und Datenübertragungseinrichtung (DUE) in Datennetzen fest. Sie basiert auf der Empfehlung CCITT X.21. Die Norm gilt für Synchrone Übertragung entsprechend den in der Empfehlung CCITT X.1 definierten Benutzerklassen und umfaßt den Einsatz in Wählnetzen (leitungs- und paketvermittelt) und an Standleitungen.

Die vorliegende Norm bezieht sich auf internationale Normungsarbeiten, die bei Datenübertragung CCITT und ISO ausgeführt werden. CCITT spezifiziert DÜEs zur weltweiten Zusammenarbeit sowie Umfang und Betriebsbedingungen von Schnittstellenleitungen 2 um Anschluß an DEEs. ISO ist für die Stiftbelegung an der Schnittstelle zuständig. Definitionen von Funktionen und elektrischen Signaleigenschaften von Schnittstellenleitungen erarbeiten CCITT und ISO gemeinsam. Die entsprechenden Arbeitsabsprachen sind in der Empfehlung CCITT A.20 veröffentlicht.

Bei dieser Schnittstelle sind grundsätzlich synchrone Übertragung, Schritt-Takt vom Datennetz und Gegenbetrieb vereinbart. Während sich der Norm-Entwurf Ausgabe Juli 1982 auf die Empfehlung CCITT X.21 - 1980 bezog, stimmt die vorliegende Norm inhaltlich mit der Empfehlung CCITT X.21 - 1984 überein.

In DIN 66 244 Teil 2 wurde die Betriebsweise der Datennetze der Deutschen Bundespost berücksichtigt.

2. Die Norm DIN 66 253, Teil 3

"Programmiersprache Pearl, Mehrrechner - Pearl" dient dazu, die Programmiersprache Pearl nach DIN 66 253, Teil 2, um Sprachelemente zu erweitern, die für die Programmierung von Mehrrechnersystemen geeignet sind. Für Programme, die in dieser Sprache abgefaßt sind, soll ein weltweiter Austausch zwischen Datenverarbeitungsanlagen ermöglicht werden.

Die Norm stellt damit die Grundlage für das Herstellen vor. Übersetzern und das Ausarbeiten von Anleitungen (Handbücher, Lehrbücher) zur Programmierung in Mehrrechner - Pearl dar.

Die Komplexität heutiger Aufgaben in Automatisierung und Echtzeitdatenverarbeitung hat einen Trend zu verteilten, fehlertoleranten Mehrrechnersystemen hervorgebracht. Um die heute vorliegenden Anforderungen bezüglich Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit bei der Programmierung solcher Systeme zu erfüllen, werden vorwiegend höhere Programmiersprachen eingesetzt. Die Sprache Pearl nach DIN 66 253, Teil 2, ist hierfür besonders geeignet.

Wie bei allen anderen Sprachen fehlen jedoch auch bei Pearl gewisse Sprach- und Benutzerhilfsmittel für den Einsatz auf Mehrrechnersystemen. Dies hat in der Vergangenheit dazu geführt, daß für verschiedene Anwendungen auf Mehrrechnersystemen von den jeweiligen Firmen interne Spracherweiterungen für Mehrrechnersysteme vorgenommen wurden.

Mit der vorliegenden Norm erhält die Sprache Pearl mit dem deskriptiven Teil (Architekturbeschreibung) eine neue, beschreibende Programmkomponente.

Die in dieser Norm beschriebenen Botschaftsmechanismen sind oberhalb der Ebene 7 des ISO-Referenzmodells für offene Systeme nach DIN ISO 4798 - zur Zeit Entwurf - angesiedelt und können auf den dort festgelegten Kommunikationsprotokollen aufsetzen.

Diese Normen sind bei der Beuth-Verlag GmbH in Berlin 30, Burggrafenstraße 6, erhältlich.

Die Normen und Vornormen, die im Bereich des Normenausschusses Informationsverarbeitungssysteme (NI) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V. im Februar 1989 veröffentlicht wurden, betreffen die Gebiete Kommunikation in Informationssystemen, elektronisches privates Kommunikationssystem für Mitteilungen, Ergonomie der Bildschirmgeräte, grafische Symbole und Bankkarten.

Zum Begriff der Vornormen ENV ist zu bemerken:

Europäische Vornormen werden als beabsichtigte Normen zur vorläufigen Anwendung auf Gebieten mit hohem Innovationsgrad erarbeitet. Sie müssen auf nationaler Ebene unverzüglich verfügbar gemacht werden. Sie gelten zunächst für drei Jahre. Ein Jahr vor Ablauf dieser Frist müssen die Mitglieder von CEN/CENELEC zu dieser ENV Stellung nehmen.

Im einzelnen:

DIN V ENV 41 105 - 41 107

Diese DIN-Vornormen enthalten unter Berücksichtigung des Präsidialbeschlusses 13/1983 den englischen Originaltext der Europäischen Vornormen ENV 41 105 - 41 107, Ausgabe Juni 1988. Diese Europäischen Vornormen wurden in der Arbeitsgruppe Terminal Equipment der CEPT erarbeitet und auf einer gemeinsamen Sitzung von CEPT und CEN/CENELEC verabschiedet. Der Arbeitsausschuß "Datenkommunikation" des Normenausschusses Informationsverarbeitungssysteme des DIN hat an der Erarbeitung mitgewirkt. Auf eine deutsch-englische Fachwörterliste wurde mit dem Ziel einer raschen Veröffentlichung und unter Berücksichtigung der Kenntnisse der englischen Fachausdrücke im Anwenderkreis verzichtet.

DIN V ENV 41 105 (02.89)

Kommunikation von Informationssystemen; Paketvermittelte Datennetze; Zugang über Wählverbindungen. Englische Fassung ENV 41 105: 1988

Während Teil 1 der Norm den verbindungsorientierten OSI-Transportdienst über einen verbindungsorientierten Vermittlungsdienst nach CCITT T.70 festlegt, definiert Teil 2 den verbindungsorientierten OSI Transportdienst über den verbindungsorientierten OSI-Vermittlungsdienst; beide Teile werden angewandt zwischen einem Endsystem, das über Wählleistung Zugang zu einem paketvermittelten Datennetz hat, sowie einem weiteren Endsystem, zu dem der Zugang direkt oder indirekt über den Vermittlungsdienst erfolgt.

DIN V ENV 41 106 (02. 89)

Kommunikation von Informationssystemen; Leitungsvermittelte Datennetze; Erbringung des verbindungsorientierten OSI-Transportdienstes für Telematik Endsysteme. Englische Fassung ENV 41 106: 1988.

Die Norm definiert den in CCITT T.70 (1984) festgelegten netzunabhängigen OSI-Transportdienst zwischen einem Endsystem an einem leitungsvermittelten Datennetz sowie

einem weiteren Endsystem, zu dem der Zugang über Stand- oder Wählleitung entweder direkt über das gleiche Datennetz erfolgt, oder indirekt mittels des erbrachten Vermittlungsdienstes. Ferner definiert die Norm die Erbringung eines verbindungsorientierten Vermittlungsdienstes, der die Anforderungen von

CCITT T.70 (1984) erfüllt.

DIN V ENV 41 107 (02.89)

Kommunikation von Informationssystemen; Leitungsvermittelte Datennetze, Erbringung des verbindungsorientierten OSI-Transportdienstes und des verbindungsorientierten OSI-Vermittlungsdienstes. Englische Fassung ENV 41 107: 1988.

Die Norm definiert den verbindungsorientierten OSI-Transportdienst zwischen einem Endsystem an einem leitungsvermittelten Datennetz, sowie einem weiteren Endsystem, zu dem der Zugang über Stand- oder Wählleitung entweder direkt über das gleiche Datennetz erfolgt, oder indirekt mittels des erbrachten OSI-Vermittlungsdienstes. Ferner definiert die Norm die Erbringung des verbindungsorientierten OSI-Vermittlungsdienstes zwischen zwei Endsystemen unter der Verwendung der Prozeduren von CCITT X.25.

DIN V ENV 41 201 (02.89)

Privates elektronisches Übermittlungssystem für Mitteilungen; Anwender und Transfer; Vermittler von Mitteilungen; Kommunikation zwischen privaten Netzbereichen. Englische Fassung 41 201:1988

In den Vornormen werden Empfehlungen gegeben für den Einsatz von ISO-Standards bei der Kommunikation zwischen privaten Netzbereichen. Die Empfehlungen bilden eine Richtlinie für den Entwickler und Hersteller solcher Systeme.

E DIN ISO 9241 Teil 3 (02.89)

Bildschirmgeräte für Bürotätigkeiten; Ergonomische Anforderungen visuelle Anforderungen an Bildschirme. Identisch mit ISO/DIS 92413: 1988 (Einsprüche bis 31.03.89)

In diesem Norm-Entwurf ist der von ISO/TC 159/SC 4 (Ergonomics) verabschiedete Norm-Entwurf unverändert wiedergegeben. Dieser wurde unter Mitwirkung des Gemeinschaftsausschusses "Ergonomie für Informationsverarbeitungssysteme" der Normenausschüsse Informationsverarbeitungssysteme (NI) und Ergonomie (FNErg) erarbeitet.

Der Norm-Entwurf enthält Anforderungen der Bildqualität für Gestaltung und Bewertung von ein- und mehrfarbigen Bildschirmen. Das Kriterium ist die Wahrnehmung durch den Benutzer der Anzeigen. Der Norm-Entwurf bezieht sich auf allgemeine Leitlinien, technische Anforderungen und Prüfverfahren für die Hauptfarben der visuellen Wahrnehmung, die von speziellen Techniken unabhängig sind.

E DIN 33855 A1 (02.89)

Büro- und Datentechnik; Grafische Symbole für die Darstellung von Einzelgeräten und Gerätekonfigurationen; Änderung 1 (Einsprüche bis 31.05.89)

Grafische Symbole zur Darstellung von Promspeichern, Lochstreifen-Lesegeräte und Lochstreifen-Stanzern in Plänen werden festgelegt.

DIN ISO 4909 (02.89) Bankkarten; Magnetstreifen; Aufbau und Inhalt der Spur 3; Identisch mit ISO 4909: 1987

Die Norm enthält Spezifikationen für Karten, die von Kreditinstituten ausgegeben werden. Die Norm soll den Datenaustausch auf der Grundlage der auf den Magnetspuren codierten Informationen ermöglichen. Sie spezifiziert Aufbau, Inhalt und Anordnung der Informationen auf der Spur 3, die als Lese-/Schreibspur konzipiert ist.