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15.05.1987

Welche Aspekte hat die Einbildung eines PPS-Systems in ein CIM-Konzept?

"Integrierte Fertigung" heißt heute das Motto in fast allen Produktionsbetrieben. Sowohl bei Fertigungsleitern als auch DV-Verantwortlichen bestehen kaum noch Zweifel daran, daß CIM künftig ein Eckpfeiler für die Wettbewerbsfähigkeit sein wird. Der erste Schritt in diese Richtung ist oft die Verbindung zwischen PPS und einem CAD/CAM-System. Die Realisierung einer solchen Verknüpfung bereitet jedoch In der Praxis vielfach Probleme oder ist sogar unmöglich. Besonders ältere PPS-Systeme sind aufgrund struktureller Eigenschaften oft nicht "CIM-fähig". COMPUTERWOCHE wollte wissen, wo Anwendern bei Ihren Plänen in puncto PPS der Schuh druckt.

Dr. Werner Müller, Bereichsleiter Systemtechnik, Hüller Hille GmbH, Witten:

"Weil wir frühzeitig im DV-Bereich aktiv waren, sind unsere eigentlichen Steuerungssysteme bereits fünfzehn bis zwanzig Jahre alt. Sie werden jedoch nach und nach in neuere Arbeitsplanungssysteme integriert. Dieses Problem lösen wir wenn auch mit entsprechendem Programmieraufwand. In zwanzig Jahren wurden natürlich in unserem Unternehmen Tatsachen geschaffen, was die Festlegung von Datenfeldern und die Sprachregelungen betrifft. Das kann man nicht einfach wegwerfen, sondern entwickelt es im Hinblick auf Neues weiter. Wir haben die einzelnen, sehr leistungsfähigen Module unseres CIM-Konzepts weitestgehend integriert. Zum Beispiel hört CAD eben nicht bei der Zeichnungserstellung auf, sondern beinhaltet auch die automatische Übergabe an die Materialwirtschaft oder das PPS-System. Am Problem der Durchgängigkeit arbeiten wir natürlich in Teilbereichen immer noch; trotzdem sind wir wohl in der Realisierung vergleichsweise weit fortgeschritten."

Fritz Schmid, DV-Leiter, Gebrüder Möck GmbH & Co. KG Röhrenfabrik, Tübingen:

"Wir haben unser PPS-System im Sommer 1981 installiert. Wegen der historischen Entwicklung liegt der Schwerpunkt bei unserem Anwendungspaket auf der Batch-Verarbeitung. Wir sind also nicht in der Lage, unser PPS-System für eine CIM-Konzeption einzusetzen. Wir werden jedoch auf jeden Fall diese Entwicklung weiterverfolgen und zu gegebener Zeit ein neues PPS-System einführen. Davon erwarten wir etwas mehr als nur die klassischen Funktionen der PPS, zum Beispiel: eine einheitliche Datenbasis, integrierte Schnittstellen und Online-Aktualisierung. Dieses Mal gehen wir an die Auswahl des PPS-Systems mit einem Konzept heran, das vor sechs Jahren natürlich noch nicht existierte. Damals wollten wir einfach aufgrund der Markterfordernisse planerisch schneller reagieren. Heute hingegen müssen sich die in Frage kommenden Systeme bereits an ihrer Eignung für das Gesamtkonzept messen lassen."

Rolf-Udo Reinhold, Abteilungsleiter - Organisation und DV, Maschinenfabrik Goebel

GmbH, Darmstadt:

"Wir werden gar nicht umhin können, die PPS-Überlegungen in unsere CIM-Betrachtung mit einzubeziehen. Denn während CIM kein Produkt, sondern eigentlich nur eine Idee ist, gibt es im PPS-Bereich Produkte, die man bereits praktisch einsetzt. Wir arbeiten zur Zeit noch mit einzelnen Inseln: PPS (Fertigungssteuerung und Materialwirtschaft), dem CAD-System und den numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen. Das Problem ist, dies alles unter einen Hut zu bringen. Auch wenn das ein Prozeß ist, der Jahre erfordert, ist er notwendig. Denn nur dann, wenn die Komponenten in Einklang miteinander gebracht werden, kommen sie voll zur Wirkung. Also müssen wir unsere Inseln zueinanderbringen jedenfalls solange es kein CIM-Produkt auf dem Markt gibt. Sollte einmal ein fertiges Produkt bereichsübergreifend alle diese Gebiete beinhalten, würde ich es durchaus für sinnvoll halten, die Insellösungen Zug um Zug durch eine Gesamtlösung zu ersetzen."