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27.03.1975

Welche Themen sind für Sie von Interesse?

17mal seit Erscheinen von CW konnten Anwender von Anwendern Berichte über Fragen zu aktuellen EDV-Themen lesen. Diese Seite ist inzwischen zu der beliebtesten Rubrik geworden und immer mehr Kollegen melden sich zu Wort oder sind bereit, auf unsere Fragen Auskunft zu geben.

Bisher wurden die Themen von der Redaktion ausgesucht - diesmal haben wir Anwender, die uns bereitwillig Auskunft gegeben haben, nach ihren Problemen befragt. Denn nicht immer sind unsere Fragen identisch mit den Problemen in Ihrer EDV. Die Antworten, die wir bekommen haben, werden in den nächsten Ausgaben auf dieser Seite zur Diskussion gestellt. Echter

Informationsaustausch soll hierdurch angeregt werden.

Uwe Benthien, Leiter der Datenverarbeitung und Organisation des Heinrich Bauer Verlages, Hamburg

Hauptproblem für die Zukunft ist meiner Meinung nach die Zusammenarbeit zwischen EDV und Fachbereich. Dieses Thema müßte immer wieder diskutiert werden. Es gibt die: unterschiedlichsten Unternehmen, die unterschiedlichsten organisatorischen Lösungen zum Beispiel durch Koordinatoren.

Meines Erachtens wäre es ganz interessant, hier ein paar Anregungen zu erhalten. Wir bemühen uns im Haus, eigene Koordinatoren aufzubauen, denn die Notwendigkeit als solche ist ganz klar erkannt und wird auch immer wieder betont. Wir haben die Auswirkungen bei Nichteinhaltung bei einigen Projekten gespürt und zwar dadurch, daß wir einfach manche Dinge nicht richtig machen, weil wir keinen Kontakt zum Fachbereich haben oder aber dadurch, daß die Losung verschleppt wird, da im Fachbereich kein qualifizierter Mitarbeiter zur Verfügung steht. Wir haben zwar jetzt Lösungsansätze, aber das Problem gilt als noch nicht gelöst.

Gerade hier gibt es inzwischen modernere Techniken, die den Fachbereich in die Lage versetzen, Gesprächspartner der EDV zu werden und umgekehrt. Ich spreche hier von Entscheidungstabellen, von Video-Ausbildungssystemen und nicht zu vergessen die Möglichkeiten der dezentralen EDV. Einmal durch den Bildschirmbetrieb oder die Ieistungsfähigeren Geräte der Mittleren Datentechnik. Wir hier im Hause sehen eigentlich den Trend, die Verantwortung für die Daten wieder in die Fachabteilungen zurückzugeben. Ich würde auch unter dem Thema "Zusammenarbeit mit den Fachbereichen" diese Dezentralisierung sehen, da diese wesentlich einfacher und schneller mit dem Computer korrespondieren können, und da zum anderen viele Probleme, die jetzt zwangsläufig der EDV zugeschoben sind, dann im Fachbereich bleiben.

Ebenso gibt es in der Programmerstellung Schwierigkeiten bei den Schnittstellen Systemanalyse und Programmierung.

Ernst Hosterbach, Leiter der Konzern-Datenverarbeitung der Preussag AG, Hannover

Mich würde brennend interessieren, wie man ein System mit viel Peripherie abrechnet. Richtet sich das nach der CPU-Zeit oder nach der Hauptspeicherzeit? Wie kann man das so gut in den Griff bekommen, um daraus eine hausinterne Abrechnung durchzuführen, so daß man nachher sagen

kann, diese oder jene Arbeit, die für einen Partner erledigt wurde - zum Beispiel Teleprocessing oder lokal - hat soundsoviel Kapazität in Anspruch genommen.

Wenn ich die Kapazität als Maßstab für die Kostenverteilung nehme, kann ich sagen, soundsoviel Kapazität wurde in Anspruch genommen. Wenn das System voll ausgelastet wäre, würden auf den jeweiligen Partner - gemessen an der Kapazität - bestimmte Kosten entfallen. So würden auch keine Sprungkosten mehr anfallen.

Natürlich hat das mit Job Accounting zu tun, meiner Meinung nach liegt das Problem aber in der Maschine. Hier gibt es die CPU, den Hauptspeicher - unterschiedlich bei Größe und Zeit - und dann kommt die Peripherie. Beim Job Accounting werden nur die Ein- und Ausgaben gezählt. Meine Frage geht dahin, ist das denn genug für eine exakte Abrechnung? Man sollte doch davon ausgehen, daß theoretisch eine Maschine mit allen ihren Komponenten 365 Tage im Jahr a 24 Stunden a 60 Minuten in Betrieb sei. Das kostet soundsoviel Miete oder - wenn das System gekauft ist - Abschreibung. Und was wird in der Praxis gemacht? Es gibt Ausfälle an Feier- und Sonntagen oder aus anderen Gründen. Dann stellt sich mir die Frage, was ist mit der restlichen Zeit geschehen? Wie bekomme ich eine Art Kostenträgerrechnung über die Kapazitäts-Abnahme?

Wir haben im Hause sehr gemischte Anwendungen. Zudem gibt es bei uns eine ganze Menge TP-Partner, die alle Verfügbarkeit beanspruchen und gerade hier würde ich ganz gerne die verfügte Kapazität in Rechnung stellen.

Dieter Wohlert, Leiter der EDV-Abteilung der HAG AG in Bremen

Abgesehen von den lösbaren Tagesproblemen haben wir in unserer EDV-Abteilung eigentlich keine grundsätzlichen Probleme. Das liegt sicher an qualifizierten Mitarbeitern und einer standardisierten Arbeitsweise, besonders in den Bereichen Programmierung und EDV-Durchführung.

Langfristig gesehen, kann es aber durchaus ein Problem im Bereich Programmierung geben. In der Vergangenheit gab es Umstellungen von der zweiten auf die dritte EDV-Generation, neue Programmiersprachen mußten erlernt werden, neue Programmiertechniken wurden eingeführt. Das alles waren neuartige Tätigkeiten, durch die der Programmierer stark motiviert wurde. In letzter Zeit ist hier ein Stillstand zu verzeichnen. Umstellungen auf neue Betriebssysteme und die Einführung von Spool-Systemen zum Beispiel sind keine problematischen Neuerungen für die Mitarbeiter.

Die Frage, wie speziell die Programmierer zukünftig motiviert werden können durch qualifiziertere Arbeiten, wird sich in Zukunft sehr stark stellen, zumal wir dann in unserem Hause eine Trennung zwischen Programmierung und Organisation haben werden. Es ist sicher keine Lösung, alle qualifizierten Programmierer nach und nach in die Organisation abzugeben und eine neue Programmierabteilung mit Nachwuchsprogrammierern aufzubauen.

Möglicherweise sehen auch andere Firmen diese Probleme und haben schon Lösungen entwickelt, die über die Computerwoche zur Diskussion gestellt werden könnten.

Heinz-Günter Zimmermann, Leiter der EDV-Abteilung der Teekanne GmbH, Düsseldorf

Direkte Fragen habe ich eigentlich nicht, da ich mich sehr viel informiere. Ich habe guten Kontakt mit anderen Anwendern aus der Branche. Für interessant auch im Namen anderer - würde ich halten, inwieweit wird normierte Programmierung verwendet, wie stark wird Standard-Software eingesetzt, wie sind die Relationen von Standard-Software zur Eigenprogrammierung. Außerdem ist noch interessant, wie ist die Software aufgebaut, ist sie modular konzipiert, werden Parameter verwendet. Muß man Mitarbeiter aus der Programmierung zu stark in das Gebiet einarbeiten, so daß man nachher nur noch Spezialisten hat, die nur in einer bestimmten Software Bescheid wissen. Oder ob sich jeder gute Programmierer oder Datenverarbeiter oder ein Mann aus der Organisation in diese Pakete einarbeiten kann.

Dies sind derzeit die einzigen Probleme, die bei uns diskutiert werden. Das ist allerdings sicher darauf zurückzuführen, daß wir über ausgezeichnetes Personal verfügen. Unsere EDV-Spezialisten sind alle über vier bis fünf Jahre hier im Betrieb. Mitarbeiter aus der Programmierung und dem Operating sind zum Teil sogar schon elf Jahre hier.

In diesem Zusammenhang wäre noch interessant zu erfahren, wo und inwiefern gute EDV-Schulung noch betrieben wird. Viele derartige Unternehmen bieten sich an, aber ob dann wirklich etwas dabei herauskommt, kann man erst dann beurteilen, wenn man selbst da war. Hier würde ich gerne von Kollegen wissen, wo kann man hingehen und wovon kann man wirklich profitieren. Die Frage der Kosten kommt noch hinzu: die Aufwendungen für einen derartigen Lehrgang schwanken, teilweise gehen sie in horrende Beträge. Gerade in Zeiten der Kostenexplosionen, wo jeder sparen muß, wäre hier eine gewisse Transparent doch sehr von Nutzen.