Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

15.02.2007

Welche Verstärkerklassen gibt es?

In dieser Ausgabe beginnen wir mit der Definition und der Beschreibung der verschiedenen Audioverstärker-Klassen. Heute lesen Sie die Grundlagen und erfahren, warum Klasse-A-Verstärker so guten Sound liefern.

Von Hans-Jürgen Humbert

Audioverstärker dienen dazu, die schwachen elektrischen Signale von einem CD-Player, einem Plattenspieler oder einem Tuner so weit aufzubereiten, das heißt zu verstärken, dass ein Lautsprecher angeschlossen werden kann. Da sie in der Regel das letzte Glied in der Kette vor dem Lautsprecher sind, werden sie oft auch als Endstufe bezeichnet.

Ideale Verstärker verändern Eingangssignale überhaupt nicht, sie fügen zu dem Audiosignal weder etwas hinzu, noch nehmen sie etwas weg. Sie sollen lediglich den Pegel des Eingangssignals so weit anheben, dass ein Lautsprecher das Signal wiedergeben kann. In der Technik werden Verstärker in fünf verschiedene Klassen eingeteilt: A, B, AB, C und D. Heute sind alle diese Verstärkerklassen intern mit Transistoren aufgebaut. Um die Unterschiede der einzelnen Klassen besser verstehen zu können, müssen wir uns kurz mit der Technik eines Transistors beschäftigen.

Ein Transistor ist ein aktives Bauelement mit drei Anschlüssen: Basis, Emitter und Kollektor. Die Verstärkerwirkung eines Transistors beruht darauf, dass ein kleiner Basisstrom einen großen Kollektorstrom hervorruft. Leider beginnt ein Transistor erst dann zu leiten und startet damit auch seine Verstärkung, wenn die Basisspannung mindestens 0,7 Volt beträgt. Bei kleineren Spannungen passiert gar nichts. Da unser Audiosignal aber auch kleinere Werte als 0,7 Volt aufweisen kann, werden diese geringeren Spannungen nicht verstärkt, und es kommt zu Verzerrungen.

Mit einem Trick kann man sich aber behelfen. Dazu schickt man ständig einen kleinen Strom in die Basisleitung, der jetzt natürlich auch einen größeren Kollektorstrom fließen lässt. Aufgrund dieses sogenannten Ruhestromes werden die Verstärkerklassen definiert. Verstärkerklasse A arbeitet mit einem sehr hohen Ruhestrom - Vorteil: geringste Verzerrungen und damit bester Klang. Nachteil: Der theoretisch erreichbare Wirkungsgrad liegt bei nur 50 Prozent, und die meiste hineingesteckte Energie wird in Wärme umgewandelt. Klasse-A-Verstärker weisen aber die geringsten Verzerrungen auf und bieten den besten Klang aller analog arbeitenden Verstärker.