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04.08.2000 - 

Compaq behauptet Spitzenposition

Weltweiter PC-Markt wächst langsamer

MÜNCHEN (CW) - Im Vergleich zum letzten Jahr müssen sich die PC-Hersteller für das zweite Quartal 2000 mit bescheideneren Wachstumsraten zufrieden geben. Vor allem die Märkte in den USA und Europa scheinen mittlerweile einen gewissen Sättigungsgrad erreicht zu haben.

Laut den Zahlen der International Data Corp. (IDC) konnten die Hersteller im zweiten Quar-tal des laufenden Jahres 14,5 Prozent mehr Rechner absetzen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt verkauften die Anbieter laut den Marktforschern zwischen April und Juni dieses Jahres weltweit 30,1 Millionen Rechner.

Compaq konnte seine Spitzenposition mit knapp vier Millionen verkauften Rechnern behaupten. Dies bedeutet einen Marktanteil von 13,2 Prozent sowie ein Plus nach abgesetzten Stückzahlen von 6,1 Prozent. Allerdings können die Texaner nicht ganz zufrieden sein. Ihre weltweiten Marktanteile schrumpften gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,1 Prozent, und Dell als Zweitplatzierter holt weiter auf.

Der texanische Direktanbieter steigerte seine Verkaufszahlen um 22,3 Prozent und verbuchte damit einen Marktanteil von 11,5 Prozent. Noch stärker zulegen konnte Hewlett-Packard. Die Kalifornier verkauften 34,4 Prozent mehr Rechner als im zweiten Quartal 1999. Damit erreicht HP einen Marktanteil von 7,5 Prozent und schiebt sich knapp vor IBM auf den dritten Platz der weltweiten Rangliste.

Die Armonker beklagten einen Rückgang ihrer Verkaufszahlen um 4,1 Prozent und mussten sich mit einem Marktanteil von 7,5 Prozent und dem vierten Platz zufrieden geben. An fünfter Stelle folgt Fujitsu-Siemens. Das Joint Venture verkaufte 10,2 Prozent mehr Rechner als ein Jahr zuvor und schaffte damit einen Marktanteil von 4,6 Prozent.

Gegenüber 1999 verlangsamte sich das Wachstum im PC-Markt deutlich. So konnten die Hersteller im zweiten Quartal 1999 noch ein Plus von 28,7 Prozent im Vergleich zu 1998 verbuchen. Vor allem Dell bekam die geringere Nachfrage zu spüren. Glänzte der Direktanbieter aus Round Rock im vergangenen Jahr noch mit Wachstumsraten von über 50 Prozent, müssen sich die Texaner jetzt mit einem Plus von 22,3 Prozent bescheiden.

Charlie Wolf, Analyst bei Dataquest, sieht allerdings keinen Grund zur Besorgnis. Im Vergleich zum letzten Jahr hätten sich die Zahlen wieder normalisiert. 1999 sei ein außerordentlich gutes Jahr gewesen, dessen Ergebnisse aber keineswegs den Normalzustand darstellten. Ein Grund für das langsamere Wachstum sei die stagnierende Nachfrage in Europa und den USA, erklärt IDC-Analyst Bruce Stephen. So habe der amerikanische Markt nur um 7,2 Prozent nach Stückzahlen zulegen können. Auch die zögerliche Akzeptanz für das neue Betriebssystem Windows 2000 aus dem Hause Microsoft sei ein Grund für die schwächelnden Absatzzahlen.

Auch in Deutschland blieb die Wachstumsrate unter dem Durchschnitt. Mit 1,47 Millionen Rechnern wurden 9,2 Prozent mehr Geräte verkauft als im zweiten Quartal des Vorjahres. Die Spitzenposition behauptete Fujitsu-Siemens. Das Joint Venture beklagte zwar einen Rückgang von 7,5 Prozent bei der abgesetzten Stückzahl, konnte sich aber dennoch mit 23 Prozent Marktanteil ganz vorne platzieren.

Auf dem zweiten Platz folgt Compaq mit einem Marktanteil von 14,6 Prozent. Die Texaner konnten 22,3 Prozent mehr Rechner absetzen als im Vorjahr. Die weiteren Plätze belegen Maxdata mit sechs Prozent, IBM mit 5,4 Prozent sowie HP mit 5,3 Prozent Marktanteilen. Dell auf Platz sechs hat es wieder nicht geschafft, einen entscheidenden Sprung nach vorne zu machen. Zwar verkaufte der Direktanbieter 5,1 Prozent mehr Rechner. Trotzdem sank der Marktanteil des texanischen Herstellers von 5,2 auf 5,0 Prozent.

Abb: Trotz sinkender Absatzzahlen konnte das Joint Venture Fujitsu-Siemens im zweiten Quartal 2000 seinen Spitzenplatz im deutschen PC-Markt verteidigen. Quelle: IDC