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05.09.1986 - 

Datex-P-Schnittstelle zwischen Singapur und Kalifornien:

Weltweites Netz für HP-Supportzentren

SINGAPUR (CWN) - In ein weltweites Netzwerk eingebettet hat jetzt der Computerbauer Hewlett-Packard Co. seine im Fernen Osten lokalisierten "Response Centers" (RCC).

Dazu wurde zunächst eine private Datex-P-Verbindung zwischen dem jüngst eingeweihten Zentrum in Singapur und den entsprechenden Einrichtungen in Hong Kong, Beijing, Seoul und Taipeh hergestellt. Über einen Link schuf das Unternehmen dann eine Ankopplung dieses Netzwerkes an eine geleaste und ebenfalls auf der Paketvermittlung beruhende Datenschiene in Kalifornien, die wiederum als "Anknüpfungspunkt" zu den "Response Centers" von HP in Amerika, England, Europa und Südamerika dient.

Das Datex-P-Netz im Fernen Osten ermöglicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Kommunikation der HP-Niederlassungen und Joint-Venture-Unternehmen untereinander.

Das regionale HP-Zentrum in Fernost soll sich zur Anlaufstelle für die rund 300 Benutzer von HP-Computersystemen entwickeln. Bei "Alltagsproblemen" ist weiterhin das lokale Zentrum zuständig. In Fällen jedoch, wo beim Anwender gravierendere Schwierigkeiten im Hardware- und Softwarebereich auftreten, ist die neue HP-Einrichtung zuständig.

Wie es in diesem Zusammenhang weiter heißt, soll der neue Standort im Fernen Osten im nächsten Jahr zwecks eines verbesserten Softwaresupports auch mit Expertensystemen ausgestattet werden.

Außerdem gab Hewlett-Packard bekannt, daß die Einführung einer neuen Software bevorsteht, die das Selbstdiagnose-Programm in den HP-Systemen 3000 in die Lage versetzt, periodische Tests wesentlicher Systemkomponenten wie CPU, Memory und Diskettenlaufwerke durchzuführen.

Analogie zum Fernsprechnetz wurden Gebühreneinheiten von 20 Pfennig geschaffen, für die je nach Entfernung und Tageszeit zwischen vier und zwölf Sekunden Übertragungsleistung geboten werden. Je Verbindung ist darüber hinaus eine Verbindungsgebühr von fünf Pfennig zu entrichten.

Mit dieser Anpassung der Gebührenstruktur an die des Fernsprechnetzes ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten, im Dienst Datex-L 64000 Erfahrungen zu sammeln, die benötigt werden, um Anwendungen auf ISDN vorzubereiten. (Für Kurzzeitverbindungen bedeutet der neue Tarif Verteuerung! Dies entspricht den Verhältnissen im Fernsprechnetz, dessen kürzeste Verbindungsdauer national bekanntlich 12 Sekunden liegt gegenüber 0,1 Sekunde in Datex-L.)

Bundespost veranstaltet "Windhundrennen"

Die Nutzung des Dienstes wird dadurch noch einfacher, daß

- der Probebetriebszeitraum bis 31.12.96 verlängert, und die

- Befristung der Zulassung der Schnittstelle X.21 bis aufgehoben wird.

Allerdings ist Eile geboten: Da diese attraktiven Gebühren die Kosten der DBP nicht mehr decken und ISDN letztlich in Sichtweite ist, wird die DBP auf die noch rund 700 verfügbaren Anschlüsse dieses Dienstes ein Windhundrennen veranstalten. Da Datex-L 64000 ein ideales Testbett für Anwendungen darstellt, die einmal im ISDN laufen sollen, muß damit gerechnet werden, daß sich auch viele ausländische Hersteller umd Datex-L 64000 Anschlüsse bewerben, die für ISDN gerüstet sein wollen, am Standort ihrer Entwicklungsabteilung jedoch kein vergleichbares Netz geboten bekommen.

Es bleibt abzuwarten, wie viele dieser Anschlüsse sich unter diesen Umständen tatsächliche Anwender sichern können.

Am 21. April 1986 beschloß der Postverwaltungsrat die 29. Verordnung zur Änderung der Fernmeldeordnung. Die Vorlage nennt auf 453 Seiten insgesamt 69 Maßnahmen, von denen 15 die Datenfernverarbeitung direkt betreffen und 12 diese mittelbar berühren. Im ersten Teil seines Beitrages schildert Walter von Pattay die Neuerungen bei der Datenübertragung im Fernsprechnetz und bei bestehenden Dienstleistungen im HfD-Netz sowie neue Direktruf-Leistungen (HfD für 64 kBit/s und 1,92 MBit/s; HfD-Verbindungen besonderer Art bis 2 MBit/s und n-mal 2 MBit/s). Teil 2 beschäftigt sich mit den Festverbindungen ins Ausland sowie mit Datex-L 64000 und den Abschluß bilden dann im dritten Teil die Themen Datex-P, Teletex, Telex, Telebox, Bildschirmtext und Temex sowie Liberalisierungsschritte und Entstörleistungen.