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16.06.2000 - 

Gastkommentar

Wem nützt WAP?

Heinz Höreth, Geschäftsführer Centura Software GmbH,München

Jeder spricht vom Wireless Application Protocol (WAP). Wer kein WAP-Handy produziert, muss zumindest WAP-Unterstützung bieten. Aber wozu eigentlich? Business-Anwendungen sind mit WAP nämlich nicht machbar. Zum Beispiel kann man zur Codierung keinen Schlüssel auf dem Handy speichern, weil man keinen Schreib-Lese-Zugriff auf die Chipkarten hat. Sicheres WAP-Banking ist so nicht möglich. Es bleibt beim Abruf von Börsenkursen - nur: Profis werden mit den dürftigen Informationen, die ein WAP-Browser liefert, nicht zufrieden sein.

Wem nützt WAP? Vor allem wollen die Mobiltelefon-Hersteller noch schnell jede Menge WAP-Handys verkaufen, bevor für die nächsten Standards General Packet Radio Service (GPRS, ab Mitte 2000) und Universal Mobile Telecommunications System (UMTS, ab Mitte 2003) neue Geräte benötigt werden. Dabei wäre es technisch machbar, neue Softwareversionen auch auf alte Geräte zu spielen. Aber angeblich kosten Handys ohnehin nichts - außer Gebühren. Die verschlingt WAP ohnehin kräftig. Mit GSM bei 9600 Bit/s zu surfen ist langsam und teuer - zumal bei diesem verbindungsorientierten Standard die Gebühren auch dann anfallen, wenn die aufgerufene Website schweigt.

Erst GPRS verwendet Datenpakete und ermöglicht damit die Abrechnung nach Datenmenge. Und vor allem ist dieses Verfahren schnell. Damit werden endlich die mobilen Transaktionen möglich, die viele schon jetzt erhoffen. Auf Basis von GSM aber bleibt WAP ein Informations- und kein Transaktionsmedium. Online-Börsenkurse, Taxirufnummern, Veranstaltungstipps, schön und gut, aber mehr als ein Anfang mobiler Datenfunkanwendungen ist das nicht.