Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Steigendes Qualitätsniveau bei Kunden und Produkten:

Wenig Turbulenzen an der /38-Front auf dem IBM-Messestand

28.09.1979

MÜNCHEN (je) - Eine verstärkte Nachfrage der SYSTEMS-Besucher nach qualifizierterer Leistung - und dies ohne entsprechend höheren Geldeinsatz - konstatiert der IBM-Geschäftszweig Basis-Datenverarbeitung zur Münchener Messe. Erleichtert äußert sich Standleiter Peter Hensen: "Wir hatten ja ganz schön Muffensausen daß die Interessenten uns wegen der Sache mit der /38 von der Platte putzen würden; aber das ist so gut wie gar nicht eingetreten."

Der Verlauf der SYSTEMS hat nach Darstellung von Hensen keine wirklichen Überraschungen gebracht: Das Interesse der Besucher verteile sich auf die diversen IBM-Produkte in den erwarteten Relationen, und das Standpersonal sei mit anspruchsvollen Gesprächspartnern gut ausgelastet - man merke halt den Unterschied zwischen München und Hannover wo die Zusammensetzung des Publikums manchmal auch Tralala-Aktionen verlange.

Es gebe jedoch - so Hensen - auch Bemerkenswertes zu berichten: Der Wirbel um die /38-Lieferverzögerung habe sich auf das Interesse der Anwender in keiner Form ausgewirkt. Nur sehr wenige Standbesucher hätten Fragen von der Art gestellt, welcher "Türke" ihnen denn nun wieder vorgeführt werde. Die überwiegende Mehrheit der Gesprächspartner hätte Verständnis dafür gezeigt, daß IBM bis zur Auslieferung des Systems /38 auch die letzten Schwachstellen ausmerzen wolle.

Das reuige Bekennertum, mit dem der IBM-BD-Vertrieb nach außen hin auftritt - so wurde beispielsweise ohne Umschweife eingeräumt, daß das /38er-System beim Versuch einer Messe-Demo abgestürzt ist - veranlaßt, so versichert Hensen, sehr viele Interessenten, sich in Geduld zu üben, zumal, wenn sie in absehbarer Zeit zu keiner innovativen Entscheidung gezwungen sind. Vor allem Online-Programmierung und Software-Features wie Query lassen die potentiellen Kunden sich vorfuhren, nicht so sehr - wie man bei IBM eigentlich erwartet hatte - Anwendungssoftware.

Hensen wertet dies als Zeichen für das gestiegene Anspruchsniveau auf Anwenderseite. Kennzeichend sei ein Bedarf an erheblicher Rechnerleistung bei gleichzeitigem Bedienungskomfort. Damit sei auch zu belegen, daß das /38er-Angebot auf einen vorhandenen Markt treffe.

IBM zeigt dem Münchener Messepublikum auf /38 auch MAS-Anwendungen, und zwar - wie Hensen betont - in der Vorabversion einer Demo-Version. "Vorab", so wird dazu erläutert, besagt, daß IBM noch mit der Entwicklung etwa der Bildschirme und Listenbilder befaßt ist und sich einstweilen die Freiheit vorbehalten will, "beispielsweise ein Datum von rechts oben nach links unten zu placieren". In keinem Falle bedeute "Vorab", daß an den Programmfunktionen noch etwas zu ändern sei, doch werde IBM die Programme durchaus um Funktionen erweitern, wenn sich dies als zweckmäßig erweisen sollte.