Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

31.07.1998 - 

Gastkommentar

Weniger ist mehr

Viele Tools und Funktionen, die in Groupware-Anwendungen eingebaut sind, werden kaum oder überhaupt nicht genutzt. Offenbar sind die Anwender verschreckt von der Vielzahl der Möglichkeiten. Wenn, wie oft behauptet wird, 90 Prozent aller Anwender nur zehn Prozent aller Funktionen ihrer Software einsetzen, machen die Anbieter etwas Entscheidendes falsch. Bereits vor der Entwicklung müßte geprüft werden, was die "Innovationen" mit der Anwenderrealität zu tun haben. Eine Software ist nur dann wertvoll, wenn sie die Arbeit so vereinfacht, daß jeder Anwender die verschiedenen Vorgänge rein intuitiv bearbeiten kann.

Die These "Weniger ist mehr" wird bestätigt durch den wachsenden Widerstand der Nutzer gegen den hohen Zeitaufwand und die häufigen Schwierigkeiten, die mit der Einführung Groupware-fähiger Systeme verbunden sind. Die Aufgabe besteht darin, diese Umstellung einfacher zu gestalten, statt immer komplexere Tools anzubieten. Ziel muß sein, daß die Anwender mindestens 90 Prozent aller Funktionen beherrschen und nutzen.

In Zukunft sollte Groupware als "Selbstbedienungssystem" von einer internen betrieblichen IT-Abteilung verwaltet oder von externen Service-Providern als Dienstleistungspaket angeboten werden. Jeder Anwender könnte sich dann die und nur die Funktionen nehmen, die er braucht. Das wäre insbesondere für mittelständische Unternehmen wichtig, die nicht genug DV-Spezialisten haben, um sich mit der Komplexität eines vernetzten Arbeitsumfelds auseinanderzusetzen. Ihnen wäre geholfen, wenn sie statt dessen einfach auf die Web-Site eines Service-Providers zugreifen könnten und nur für die Funktionen zahlen müßten, mit denen sie tatsächlich gearbeitet haben.

Gast-Kommentare geben die Meinung des Autors wieder, nicht unbedingt die der Redaktion.