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17.08.2001 - 

SCM-Einführung bei Pelikan Hardcopy

Weniger Kapital im Lager binden

MÜNCHEN (CW) - Um die hohe Kapitalbindung in der Lagerhaltung zu reduzieren, möchte Pelikan Hardcopy die Zulieferkette verbessern. Dazu führt der Hersteller von Druckerzubehör ein Supply-Chain-Management (SCM) ein.

Produkte für Endkunden sind oft starken Absatzschwankungen unterworfen. Um Nachfragespitzen abzudecken, müssen große Lagerbestände der zur Herstellung notwendigen Rohstoffe vorgehalten werden. Durch SCM soll die Kapitalbindung in der Lagerhaltung reduziert werden.

Als erstes Teilprojekt stattet Pelikan Hardcopy die Produktionsstandorte für Toner- und Tintenstrahlprodukte in der Schweiz und in Tschechien mit einer SCM-Lösung aus. Der Grund, mit diesen Werken anzufangen, ist laut Claus Brück, Mitglied der Geschäftsführung, dass für sie die Produktionsplanung und -steuerung (PPS) zentral von der Schweiz aus erfolgt. Aktuell belaufe sich der Kapitalbestand im Lager des Schweizer Standorts auf rund 16 Millionen Schweizer Franken, so Brück. Durch das SCM erwartet das Unternehmen, den Kapitaleinsatz um 25 bis 30 Prozent senken zu können.

Pelikan Hardcopy entschied sich für eine SCM-Lösung der Wassermann AG. Hand in Hand mit der SCM-Einführung geht eine prinzipielle Umgestaltung der Planungsprozesse. "Kapitalreduzierung lässt sich nicht allein mit Software realisieren", erläutert Brück. "Die Software verdeutlicht grafisch schön, wie die einzelnen Prozesse über sehr viele Fertigungs- und Transportstufen aufgebaut sind." Dadurch werde deutlich, wie eine Umgestaltung der einzelnen Stufen zu Einsparungen führen könne. Bis jetzt erfolge die Planung für die Werke über ein PPS-System. Dabei orientiere sich das Unternehmen nicht an einzelnen Fertigungsaufträgen, sondern es werde "mit einer retrograden Stücklistenabbuchung gearbeitet", so Brück. Im Rahmen des SCM-Projekts möchte Pelikan Hardcopy nun die Planungsprozesse auf Einzelfertigungsaufträge umstellen, die dann mit der SCM-Software eingelastet werden.

Im schweizerischen und tschechischen Werk soll die SCM-Lösung im September oder Oktober dieses Jahres in Betrieb gehen. In der zweiten Projektphase plant das Unternehmen, auch die beiden anderen Werke in China und Schottland mit diesem System auszustatten. Zudem ist vorgesehen, bestimmte Distributoren in das System zu integrieren. "Wir denken auch darüber nach, wie wir einzelne Rohstofflieferanten einbeziehen können", so Brück. Da Pelikan Hardcopy aber zu klein sei, um Druck auf die Lieferanten auszuüben, müsse das auf partnerschaftlicher Ebene laufen.