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IT in Banken/Kommentar


28.11.2003 - 

Weniger Kosten, mehr Zukunft

Helga Biesel Redakteurin CW

Nur langsam beginnt sich der deutsche Bankensektor von der heftigen Krise, in die er 2002 gerutscht war - die schwerste seit Bestehen der Bundesrepublik - zu erholen. Niedrige Eigenkapitalrendite, hohe Fixkosten und schrumpfende Erträge schlugen sich in umfassenden Kostensenkungsprogrammen nieder, von denen auch die IT-Abteilungen nicht verschont blieben.

Viele Banken haben sich in der Krise auf ihre Kernkompetenzen besonnen. In immer mehr Fällen heißt die Konsequenz IT-Outsourcing; im Finanzwesen soll dieser Markt um jährlich bis zu 16 Prozent zulegen, prophezeit PAC. Ausgelagert wird meist selektiv: Rechenzentrums-, Netz- und Desktop-Betrieb gehen an einen Dritten, manchmal aber auch die ganze IT. Die Deutsche Bank und IBM spielen hier eine Vorreiterrolle, ein Projekt, das von den Wettbewerbern aufmerksam verfolgt wird (siehe Seite 36).

Die leeren Kassen verhelfen nun auch Linux bei den bisher eher zurückhaltenden Finanzdienstleistern zum Durchbruch. Investiert wird vorrangig dort, wo sich die Kosten innerhalb kürzester Zeit amortisieren. Die Open-Source-Software ist mit keinen unannehmbaren Lizenzbedingungen verbunden und gilt als sehr kosteneffizient; ihre Total Cost of Ownership (TCO) fällt, im Vergleich mit Windows und Unix, sehr günstig aus. Immer mehr Softwarehäuser stellen sich auf dieses Potenzial ein, zunehmend auch deutsche Unternehmen. Zwar wird Linux in Banken immer noch vorwiegend auf Servern installiert, doch steigt auch im Client-Bereich das Interesse (Seite 38).

Zusätzliche finanzielle Bewegungsfreiheit können die Geldhäuser auch deshalb gut gebrauchen, weil ihnen Basel II komplexe technische Aufgaben stellt. Der Kraftakt, den die Banken mit ihrer IT zur Einführung der neuen Eigenkapitalrichtlinien zu verrichten haben, ist mit dem der Datumsumstellung zum Jahr 2000 und der Euro-Einführung durchaus vergleichbar (Seite 40).