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16.12.1977 - 

Mikroverfilmung in der Bundesanstalt für Arbeit:

Weniger Materialkosten und schneller bei der Post

Seit April 1977 hat die Bundesanstalt für Arbeit eine Mikroverfilmungsanlage Dicom 2011 der Kieler Siemenstochter Dr.-Ing. Rudolf Hell eingesetzt. Mit diesem Gerät werden vorerst die täglich auszudruckenden Magnetbänder für die sogenannte Leistungsempfängerdatei verfilmt. Hierbei handelt es sich um den täglich aktualisierten Bestand sämtlicher Empfänger von Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe und Unterhaltsgeld. Es werden derzeit bis zu 15 000 Druckseiten am Tag verfilmt.

Folgende Überlegungen haben dazu geführt. einen Teil des Drucker-Outputs durch Mikrofilm (Fiche) zu ersetzen:

- Der Mikrofiche benötigt nur etwa 2 Prozent des Raumes, den eine Papiermenge mit gleichem Informationsinhalt in Anspruch nimmt. Dadurch können Raumkosten (Archivierung von Listen) und Portokosten (beim Versand von Listen) erheblich gespart werden. Während sonst die Listen als Pakete an die Arbeitsämter verschickt werden mußten, werden die Fiches jetzt als Briefe versandt und haben eine erheblich kürzere Laufzeit.

- Eine nicht unerhebliche Einsparung ergibt sich auch bei den Materialkosten. Auf einem Fiche können beim Verkleinerungsfaktor 42:1 etwa 200 Tabellierseiten dargestellt werden. Die 200 Tabellierseiten kosten das 10fache eines Mikrofiches. Bei voller Auslastung des Dicom 2011 werden Schnelldrucker frei, so daß nochmals eine Kostensenkung eintritt.

- Das Dicom 2011 arbeitet offline und verfilmt etwa 1,2 Millionen Druckzeilen je Stunde; das entspricht ungefähr der 10fachen Geschwindigkeit eines leistungsfähigen Schnelldruckers. Der Informationsfluß wird also wesentlich beschleunigt. Das gleiche gilt auch für die Suchzeiten. - Titelzeilen und Indexseiten auf dem Fiche ermöglichen mit Hilfe des Betrachtungsgerätes ein schnelles Wiederauffinden der Informationen. Nicht zuletzt wird durch den Einsatz des Dicom neben der Schnelldruckerkapazität gegebenenfalls auch Rechenzeit (CPU-Zeit) frei. Nachdem sich die 146 Arbeitsämter gut an das neue Ausgabemedium gewöhnt haben, ist geplant, ab Herbst 1977 weitere Sachgebiete in die COM-Verfilmung einzubeziehen. Hiermit wird eine weitere Steigerung der schon jetzt gegebenen Rentabilität der COM-Verfilmung erzielt werden.