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18.09.2006

Weniger SBS-Mitarbeiter sollen mehr arbeiten

Die verbliebenen 12.000 Mitarbeiter der gebeutelten Siemens-Sparte SBS (Siemens Business Services) in Deutschland können sich darauf gefasst machen, künftig mehr für weniger Geld arbeiten zu müssen.

Zwar sind entsprechende Gerüchte seit geraumer Zeit im Umlauf, doch jetzt wird es konkret: "Wir wollen Gespräche mit der IG Metall aufnehmen mit dem Ziel, die Personalkosten zu senken", erklärte ein Sprecher von SBS gegenüber der wie immer in Sachen Siemens gut informierten "Süddeutsche Zeitung". "Wir werden über Arbeitszeiten und Entgelte sprechen. Ziel ist es, hier die Kosten um 100 Millionen Euro im Rahmen des bekannten, 1,3 Milliarden schweren SBS-Sanierungsprogramms zu senken." Und er versicherte auch: "Es wird keine zusätzlichen Einsparungen geben." Damit folgt die Abteilung den Renditevorgaben des Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG, Klaus Kleinfeld.

SBS kündigte an, es werde mit der Gewerkschaft IG Metall über einen entsprechenden Ergänzungstarifvertrag in Deutschland verhandeln. Alle Beschäftigten des IT-Dienstleisters sollten länger als die bislang gültigen 35 Stunden arbeiten und unter Umständen auf Teile ihres Gehalts - bis zu zehn Prozent - verzichten. SBS hatte im September 2005 angekündigt, 2.400 Jobs in Deutschland und 3.000 im Ausland zu streichen. Etwa die Hälfte der 2.400 Mitarbeiter haben laut der SBS bereits Abfindungsverträge unterschrieben.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte SBS einen Verlust von 690 Millionen Euro verbucht - ein Negativrekord in der Firmensgeschichte. Wolfgang Leierseder