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02.02.2016 - 

Per Near Field Communication, kurz NFC

Wenn der Kunde mit dem Smartphone zur Kasse kommt

Patrick Nassall ist seit 2013 für die Haufe-Gruppe tätig. Aktuell betreut er als Online Marketing Manager im lexoffice Team die Konzeption und Umsetzung von
Markteintrittsstrategien für SaaS-Produkte. Sein Fokus liegt dabei auf der Mobile Payment-Lösung Lexware pay.

Bevor er zu dem Freiburger Unternehmen kam, unterstützte er als Produktmanager und Teamleiter die Hamburger Wer liefert was? GmbH


Patrick Nassall hat Betriebswirtschaft an der Dualen Hochschule Lörrach sowie Business Administration an der Open University Great Britain studiert und einen MBA an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster abgeschlossen.
Alle reden darüber, doch kaum einer nutzt es bislang: das Smartphone als elektronische Geldbörse.

Near Field Communication, kurz NFC, heißt die Art der Kommunikation, die laut sämtlicher Prognosen den Alltag mit Smartphones deutlich verändern soll. Für den Endverbraucher verspricht diese Lösung klare Vorteile - nicht zuletzt über die bequeme Bezahlfunktion. Wo aber liegen Chancen oder Herausforderungen für den Handel, für Dienstleister und Gewerbetreibende?

Lästiges Münzgeld mit sich herumzutragen, könnte für den Konsumenten bald der Vergangenheit angehören. Die neue Lösung heißt NFC-fähiges Smartphone mit Bezahlfunktion. Bei NFC handelt es sich um eine drahtlose Übertragungstechnik, die dem kontaktlosen Datenaustausch zwischen Geräten dient, Bezahlen ist dabei nur eine von vielen Anwendungsmöglichkeiten.

Der Funkstandard wurde gezielt auf die geringe Reichweite von zehn Zentimetern entwickelt, um das Ausspähen der übertragenen Daten zu erschweren. Eine Erfassung, Mitnahme und auch Weitergabe von Information quasi im Vorbeigehen ist das Ziel der Technologie. Nicht zuletzt aufgrund der riesigen Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten wird der Lösung ein kometenhafter Aufstieg vorhergesagt.

Adieu Bargeld? Schneller, bequemer und sicherer geht's ohne!

Die größte Errungenschaft von NFC ist jedoch unbestritten die bargeldlose Zahlung. Wer kennt nicht die Situation am Parkautomaten oder in der Straßenbahn, wenn das Kleingeld in der Börse nicht ausreicht und der Automat gerade mal wieder die Annahme von Geldscheinen verweigert? Entsprechend ausgestattet, kann hier das NFC-fähige Smartphone die Rettung bringen.

Wenn das Bargeld abgeschafft ist, wird man mit dem Handy an der Kasse zahlen.
Wenn das Bargeld abgeschafft ist, wird man mit dem Handy an der Kasse zahlen.
Foto: Robert Kneschke - shutterstock.com

Damit das funktioniert, benötigt es ein NFC-fähiges Kassenterminal. Es genügt, das Smartphone an das entsprechende Lesegerät zu halten. Viele Städte in Deutschland rüsten derzeit ihre Fahrkarten- und Parkautomaten mit der neuen Technologie aus, um diesen Service anbieten zu können. Auch immer mehr große Fastfood-, Coffee Shop- und Handelsketten sowie Supermärkte, Discounter und Tankstellen in Deutschland investieren in die notwendigen Terminals. Die Bezahlvorgänge werden dadurch deutlich beschleunigt. Auch wenn heute nur wenige Kunden das Angebot bereits nutzen, setzt man mit der Investition auf Kundenservice und sichert gleichzeitig die eigene Zukunftsfähigkeit.

Denn der Trend ist eindeutig: Der Bargeldbestand in den Portemonnaies sinkt deutlich: Jüngere Altersgruppen haben im Durchschnitt gerade mal noch 66 Euro bar dabei, Tendenz fallend, wie eine Studie der Deutschen Bundesbank zum Zahlungsverhalten in Deutschland aus dem Jahr 2014 ergab. Dementsprechend ist auch der Anteil der Barzahlungen in den vergangen Jahren stark rückläufig.

Nur knapp die Hälfte aller Umsätze wird heute noch mit Bargeld beglichen. Immerhin mehr als ein Drittel der Deutschen (36 Prozent) kann sich mittlerweile vorstellen, künftig im Alltag immer bargeldlos zu bezahlen. In der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen ist es sogar fast die Hälfte (46 Prozent). Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom Anfang 2015 ergeben.

Gleichzeitig wächst beim Endverbraucher das Unverständnis gegenüber reiner Barzahlung - gerade bei höheren Beträgen. Kundenzufriedenheit fällt nicht vom Himmel. Sie ist Ergebnis harter Arbeit und überzeugender Services - und sollte beim Bezahlprozess nicht aufhören. Wer es seinen Kunden also leicht machen will, bietet ihnen bequeme, bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten an - auch als kleiner Gewerbetreibender oder Händler.

Für das "Wie" gibt es mittlerweile eine gute Auswahl an Lösungen für jeden Bedarf. Eine elegante Lösung ist es beispielsweise, per Smartphone und einem kleinen Kartenlesegerät (mPOS) EC- und Kreditkarte zu akzeptieren. Damit hat der Anbieter sein Geld sicher und allen Parteien bleibt es erspart, mit größeren Mengen Bargeld durch die Gegend zu laufen.

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winwin

Worin unterscheidet sich ein echter Vorteil von einem Vorteil? Den letzten Satz nehme ich Ihnen aufgrund der Kenntnis Ihrer Kommentare nicht ab. Sie haben den Wechsel vom natürlichen Zahlungsmittel zum Münzgeld noch nicht vollständig verinnerlicht, da kommt schon der neueste historische Wechsel des Zahlungsmittels von bar zu elektronisch.

Wenn Ihnen an der Kasse Ihr Smartphone runterfällt und einen Totalschaden erleidet ist Ihr größtes Problem, dass Sie die 1,99 € jetzt nicht bezahlen können?

Wie kommen Sie darauf, dass die NSA nur Zugriff auf das Smartphone hat und nicht viel länger schon auf den Geldautomaten und das Bankkonto? Die Banken arbeiten auch nur an Computer mit dem OS von 1.) Apple, 2.) Google und 3.) unbedeutender Hersteller. ;)

CAD-Robert

Wie bitte?!? "Alle reden von Smartphone als elektronische Geldbörse". Das "Alle" will nicht nur ich massiv bezweifeln! Bisher waren die Wortführer 1.) Apple, 2.) Google und 3.) unbedeutende Hersteller.

Deren Anliegen ist so klar zu durchschauen wie eine Fensterscheibe: US-Handy Hersteller wollen traditionelle europäische Bankanbieter auf der "linken Spur" überholen und rauswerfen. Dazu braucht es keine überschäumende Phantasie: die Zeit, in der mit spottbilligen Chinesen in Hochlohnländern Milliarden-Gewinne erzeugt werden können und via Luxemburg am Fiskus vorbeigemogelt werden können, neigt sich dem Ende zu.

Diese moderne "Ölquelle" sprudelt nicht mehr so mit vollem Druck - man muss "neue Märkte" erschließen.

Worin liegt der Vorteil des Endkunden? Warum soll ich eine sensationell leicht zu bedienende EC-Karte wegschmeissen? Einen Zuschlag für die Abwicklung von 1-2% bezahlen? (Klar: die ersten Jahre sind kostenlos...) Dass ich nun mein Geld von der Hausbank an Apple & Co. überweisen muß? Dass die NSA (und deren "Freunde") uns alle noch leichter Durchleuchten können? (Ja, ich weiß, die suchen nur "Bin Laden"! Aber der ist doch tot, oder?!)

Dass ich mit verlorenem oder defekten Handy (Sturz aus 1m Höhe ist der typische Tod der "elektronischen Geldbörse") plötzlich auch noch ohne Geld dastehe?

"Nee, nee, laß mal sein Kumpel", wird da nicht nur einmal zu hören sein. Würde ich nur einen echten Vorteil erkennen, würde ich es mit Handkuss nehmen!

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