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DV-Seminare für Führungskräfte


11.09.1998 - 

Wer die Sprache der Manager spricht, kann sich Gehör verschaffen

Die Unternehmensleitung muß bei der Einführung neuer IT-Technologie eine Vorreiterrolle übernehmen, doziert Rissberger. Es reiche bei weitem nicht, wenn die Sekretärin des Chefs mit Textverarbeitung und Tabellenkalkulation umgehen kann. Die Zeiten, in denen Manager für die nonchalante Bemerkung "Für den Einsatz von IT-Technologie habe ich ja meine Leute" mit Beifall rechnen konnten, sind nach Ansicht des DVZ-Chefs vorbei. "Viele Spitzen-Manager in Deutschland haben immer noch nicht realisiert, daß eine unaufhaltsame Multimedia-Revolution begonnen hat, die die Wettbewerbsfaktoren weltweit fundamental verändert."

Alle Diskussionen um den Wirtschaftsstandort Deutschland verblassen vor der Notwendigkeit, bei den Entscheidungsträgern das Sensorium für einen Umdenkprozeß zu entwickeln.

Dabei hat Rissberger durchaus Verständnis für die Probleme der Nicht-IT-Manager: Selbst junge Führungskräfte haben in ihrer Ausbildung über die heute für Unternehmen relevanten IT-Anwendungen kaum etwas erfahren. Das gewaltige Innovationstempo mache es selbst für IT-Experten nicht einfach, mit der Entwicklung schrittzuhalten.

Und deswegen gilt es gerade bei der exklusiven Klientel der Führungskräfte, Informations- und Überzeugungsarbeit zu leisten. Erst wenn das Potential der neuen Medien klar werde - und auch die Folgen eines Verzichts auf sie - entsteht die Bereitschaft, sich mit strategischen IT-Fragen auseinanderzusetzen.

Rissberger - langjährig in Rheinland-Pfalz für die IT-Einführung im Bildungswesen des Landes verantwortlich - kann zwar noch keine Trendwende unter den deutschen Managern ausmachen, sieht aber eine gewisse Sensibilisierung durch die zunehmende Berichterstattung über die neuen Medien in Presse und Fernsehen.

Über die klassischen DV-Seminarangebote vieler Schulungsunternehmen seien Top-Manager allerdings nicht erreichbar. "In der Regel vermitteln hier DV-Experten, die Jargon sprechen, Fachwissen für ihresgleichen", so der Bildungexperte. Es kommt aber darauf an, die Inhalte der Zielgruppe entsprechend aufzubereiten und darzustellen: "Ich will meine Seminarteilnehmer ja nicht zu Programmierern ausbilden, sondern die Grundlage für strategische DV-Entscheidungen schaffen."

Neben den Inhalten ist auch die Person des Referenten von entscheidender Bedeutung, weil der Erfolg des Seminars nicht zuletzt von dessen Glaubwürdigkeit abhängt, glaubt Rissberger. Er konnte unter anderem als ehemaliger Hochschullehrer, Sachverständiger für die Enquete-Komission "Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft" des Deutschen Bundestages und Mitbegründer der Initiative "Schulen ans Netz" viel Erfahrung sammeln. Und als Geschäftsführer des Datenverarbeitungszentrums Mecklenburg-Vorpommern ist er mit Management-Aufgaben vertraut. Er kennt also nicht nur die Probleme seiner Zielgruppe, sondern spricht auch - was ebenso wichtig ist - deren Sprache.

Zusammen mit dem Institute for International Research (IIR) in Frankfurt hat er ein Seminarkonzept entwickelt, das sich an den Bedürfnissen von Führungskräften orientiert. Angesprochen werden Vorstände, Geschäftsführer, Bereichsleiter und Manager, die keine oder nur geringe IT-Kenntnisse haben - häufig aber gleichwohl über IT-Budgets zu entscheiden haben.

Die zweitägigen Seminare vermitteln einen Überblick über die Begriffe und Grundprinzipien der Informationstechnologie. Eine Auseinandersetzung mit den für Führungskräfte relevanten IT-Fragen und aktuellen Tendenzen auf dem IT-Markt soll zu strategisch richtigen IT-Entscheidungen verhelfen.

Dabei spielen nicht nur die Themen, sondern auch die Darbietung eine entscheidende Rolle. Rissberger setzt hier konsequent auf Multimedia und neueste IT-Technologien. Denn um etwas von der Dimension multimedialer Möglichkeiten zu vermitteln, setzt er neben Argumenten auch auf den sinnlichen Eindruck. Und der sagt besonders in diesem Bereich mehr als tausend Worte.