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30.04.1976

Wer kein Sitzfleisch hat, verhält sich richtig

MÜNCHEN - Ab 1. Mai 1976 dürfen "Arbeitsmittel bei bestimmungsgemäßer Verwendung keine Gesundheitsgefahr darstellen" (neue Arbeitsstättenverordnung). Zu diesen Arbeitsmitteln gehört auch die Büroeinrichtung. Ist beispielsweise ein Bürostuhl gesundheitsgefährlich?

"Die Ansicht, daß sitzende Arbeit leichte Arbeit sei, ist grundfalsch. Sitzen erfordert eine ausgezeichnete Konstitution" erklärt den, Sitzspezialist und Orthopäde Dr. Hanns Schoberth. Er vertritt die Ansicht, ein Sitz müsse so konstruiert sein, daß er alle nur möglichen Haltungen zuläßt. Überlastungsschäden, Verkrampfungen und Ermüdungserscheinungen kann man seiner Meinung nach weitgehend durch die Wahl eines richtigen Stuhles vorbeugen.

Gymnastik im Sitzen

Schoberth ist einer der Befürworter des "dynamischen Sitzens", das entspannend und leistungsfördernd wirkt. Dazu muß das Sitzmöbel allerdings so konstruiert sein, daß es Bewegung zuläßt - Sitzfläche und Rückenlehne sollen so neigbar sein, daß sie jeder Haltungsänderung folgen. Häufiger Wechsel der Sitzhaltung führt dazu, daß immer wieder andere Muskelgruppen beziehungsweise entlastet werden - dadurch wird der Stoffwechsel angeregt, die Sauerstoffversorgung und Durchblutung verbessert. Wer "kein Sitzfleisch" hat, verhält sich also unbewußt ganz richtig - er macht sozusagen "Gymnastik im Sitzen".

Konzentrationsvermögen erhöhen

Das Schlagwort "Humanisierung im Büro" darf nicht nur unter dem Aspekt von Arbeitsstättenverordnung und Betriebsverfassungsgesetz gesehen werden - es besteht auch eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit zur optimalen Arbeitsplatzgestaltung: Bei Datentypistinnen beispielsweise oder an Konsol- und Bildschirmarbeitsplätzen ist die Leistung direkt vorn Konzentrationsvermögen der Mitarbeiter abhängig. Angesichts der System- und der Personalkosten ist der Aufwand für einen optimalen Bürostuhl schnell amortisiert - wenn sich Ermüdungserscheinungen um einige Prozent reduzieren lassen. Die Gesundheitsvorsorge ist dann gratis.

Der Gedanke vom "dynamischen Sitzen" wurde von der Industrie in unterschiedlicher Form aufgegriffen. Der 380-Mark-Relaxoflexstuhl von Drabert beispielsweise ermöglicht nicht nur die Neigung nach vom und hinten: Er bietet auch bei Bewegungen seitlich nach unten und nach rückwärts Bewegungsfreiheit durch die eigenwillig geformte, nach oben verjüngte Rückenlehne. Sie wird der arbeitsmedizinischen Kombi-Forderung nach optimaler Abstützung des Rückens bei gleichzeitiger maximaler Beweglichkeit weitgehend gerecht. Wenn sie in der Höhe richtig eingestellt ist, trifft die Spitze der Rückenlehne gerade auf jene "Reflexzonen", die ein entspanntes, aufrechtes Sitzen steuert. -py

Informationen: Drabert Söhne, 4950 Minden, Wilhelmstraße 11-17