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Neben Kosten spielen auch juristische Fragen eine Rolle

Wer produziert die Chips für Transmeta?

18.08.2000
MÜNCHEN (CW) - Nachdem sich der Rummel um die Firma Transmeta und deren "Crusoe"-Prozessor etwas beruhigt hat, spekuliert die Branche darüber, wer den Chip nun letztendlich fertigen wird.

Bislang gab Transmeta, dessen Popularität nicht zuletzt darauf beruht, den Linux-Guru Linus Torvalds auf der Gehaltsliste zu führen, stets IBM als Hersteller an. Mittlerweile hat sich das Unternehmen aus dem kalifornischen Saratoga auf Taiwan nach Alternativen umgesehen und ist mit Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) und dessen schärfstem Rivalen bei der Auftragsfertigung, United Microelectronics (UMC), fündig geworden. Beide Firmen haben bereits zumindest Testversionen des Crusoe-Prozessors produziert.

Die Entscheidung über den Lieferanten könnte für Transmeta zum Dreh- und Angelpunkt des Geschäftserfolgs werden, denn in Taiwan wird kostengünstiger produziert als bei IBM. Und Transmeta steht mit seiner CPU in Konkurrenz zu so namhaften Lieferanten wie Intel, AMD oder National Semiconductor, die alle über eigene Fertigungsanlagen verfügen und dementsprechend kostengünstiger anbieten können. Die Vergangenheit hat am Beispiel von Mips und Cyrix gezeigt, dass das Überleben von reinen Designhäusern ohne Fabrikation schwierig ist. In der Preiskalkulation fließen die Gewinne der Fertiger mit ein, so dass Kunden der höhere Preis entweder überzeugend vermittelt werden muss, oder man bescheidet sich mit niedrigeren Margen.

Was gegen TSMC und UMC als Erzeuger spricht, ist die Tatsache, dass IBM nicht nur über die bessere (Kupfer-)Fertigungstechnik verfügt, sondern Transmeta auch vor juristischen Auseinandersetzungen schützt: Außer ST Microelectronics besitzt nur Big Blue ein Kreuzlizenzabkommen mit Intel und damit die Erlaubnis, Intel-Clones zu fertigen und zu vermarkten. Insider spekulieren bereits darüber, dass Transmeta die Fertigungsaufträge teilt: IBM baut die "Crusoe-5000"-Serie für Notebooks, die Taiwaner fertigen die "3000"er-CPUs, die in Kleingeräten arbeiten sollen.