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08.10.1993

Wer zuletzt lacht... Wer Ueberlegungen in Richtung Client-Server-Architekturen anstellt, muss auch seine bisherige Main- frame-Politik ueberdenken.

Der Schwerpunktbeitrag ueber IBMs Mainframe-Strategie dient deshalb quasi als Folie, mittels der sich vergleichende Betrachtungen zwischen herkoemmlichen Mainframe-Strukturen und modernen Server- Architekturen anstellen lassen.

Client-Server-Strukturen gehoert nach Ansicht von Fachleuten die Zukunft. Diese Aussage gilt uebrigens weltweit. Warum diese Bemerkung? Fliegen Sie einmal von irgendeiner DV-Veranstaltung in den USA zurueck nach good old Germany - Sie beschleicht unweigerlich das Gefuehl, eine Zeitreise zurueck in DV-technisch vorzeitliche Gefilde zu erleben.

Natuerlich kennen auch die Amerikaner das Altlasten-Problem, resultierend aus Softwarebindungen und nicht vorhandener Portabilitaet der Anwendungen. Trotzdem scheint es einem Unternehmen wie der Burlington Coat Factory in Burlington, New Jersey, moeglich gewesen zu sein, mit Erfolg ein DV-Sakrileg zu begehen: Im Zuge ihres Client-Server-Projektes warf sie den Mainframe-Host hinaus und ersetzte ihn durch eine Client-Server- Topologie. In dieser bilden sechs Sequent-2000/750-Unix-Systeme das Rueckgrat einer ueber X.25 abgewickelten Datenkommunikation mit landesweit verstreuten Terminalservern und Computerkassen.

Auch William Connor, Corporate Vice-President und Director of IT von Motorolas General Systems Sector tat sich offensicht- lich nicht schwer mit der Applikations-Migration von einem proprietaeren auf ein offenes System. Er praesentierte den Zuhoerern ein eingaengiges Argument fuer Motorolas harten Schnitt durch die MIS- Struktur: " Der Vorteil ist, dass es in den MIS-Abteilungen keine Polarisierung zwischen den Mainframe-, den Unix- und den PC-Leuten gibt."

In Deutschland ist das noch Zukunftsmusik. Im schlimmsten Fall wird man - bringt man solche Beispiele aufs Tapet - als inkompetenter Gespraechspartner abgestempelt. Das ist auszuhalten. Wie heisst es doch: Wer zuletzt lacht, ...! jm