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04.05.2001 - 

Mit Backpulver und Wasser gegen IBMs Linux-Graffiti

Werbekampagne gerät zum öffentlichen Ärgernis

MÜNCHEN (CW) - Nachdem IBM mit einer ungewöhnlichen Werbekampagne zunächst in San Francisco für Empörung sorgte, hat es sich der IT-Konzern nun auch mit der Stadtverwaltung von Chicago gründlich verscherzt. Not amused rückten die Behörden in einer kostspieligen Säuberungsaktion dem "Peace-Love-Linux"-Triptychon zu Leibe, das Big Blue auf die Bürgersteige der Stadt hatte sprühen lassen.

"Es ist wirklich erstaunlich, dass ein angesehenes Unternehmen so etwas tut", empört sich Debbie DeLopez, Leiterin der Graffiti-"Feuerwehr" in Chicago. Im Rahmen seines Linux-Feldzugs hatte sich Big Blue mit einem "Peace"-Zeichen, einem Herz und einem stilisierten Pinguin auf den Gehwegen nicht nur der Stadt San Francisco, sondern auch an mehr als 100 Stellen in Chicago verewigt. Die Kosten für die Beseitigung des "Peace-Love-Linux"-Triptychons mit Hilfe von Backpulver und Wasser könnten sich nach Angaben der Graffiti-Expertin auf bis zu 10000 Dollar belaufen. Schon das Enfernen eines einzigen Symbols dauere bis zu einer Stunde.

Mittlerweile hat IBM nach eigenen Angaben den wenig populären Teil seiner von der New Yorker Agentur Ogilvy & Mather kreierten, mehrere Millionen schweren Werbekampagne eingestellt. Außerdem erklärte sich Big Blue bereit, die Kosten für die Säuberungsaktionen in den beiden amerikanischen Städten zu übernehmen. Die dortigen Behörden wollen Big Blue darüber hinaus zu Bußgeldzahlungen zwischen 500 und 1000 Dollar verdonnern. Angesichts der eher symbolischen Strafe dürfte der Image-Schaden für IBM pädagogisch wirksamer sein.