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15.03.1996

Werbung online, nein danke?

Vom Schlaraffenland traeumen seit geraumer Zeit die Marketing- Leute, wenn sie an Online-Medien denken. Der reiche, gut ausgebildete Mann (vereinzelt auch eine Frau) vor dem Bildschirm scheint der ideale Adressat zu sein - nicht gerade fuer Waschmittel-Werbung, aber doch fuer viele Dinge des taeglichen Lebens, mit denen sich richtig Kohle machen laesst. Allein das "Wie" bereitet Kopfzerbrechen. Staendige Werbeunterbrechungen, wie im Fernsehen, denen sie nicht ausweichen kann, wird die Online- Kundschaft nicht tolerieren. Schliesslich will und muss der Surfer im Netz selbst steuern, wo er hin moechte - die vielzitierte Freiheit im Internet laesst gruessen.

Werbung zum Anklicken dagegen stoert erst einmal nicht, meinen die, die glauben, in Sachen Online-Werbung Bescheid zu wissen. Allerdings sieht sich niemand eine langweilige Werbung mehr als einmal an, vor allem eine, deren Informationsgehalt gegen Null tendiert.

Die Anforderungen an die Werbeprofis aendern sich also: Sie sind darauf angewiesen, dass der Kunde sich ihren Botschaften freiwillig aussetzt. Informationen sind gefragt, moeglichst peppig aufbereitet. Das bedeutet jedoch nicht, dass man immer alle technischen Moeglichkeiten ausreizen muss. Eine tolle, multimedial gestaltete Seite nuetzt nichts, wenn der potentielle Kunde vom Warten auf den Bildschirmaufbau genervt den Rechner ausschaltet. Die Moeglichkeiten, die in Rueckantworten liegen, gilt es zu nutzen. Der Kunde ist online eventuell ehrlicher als bei einer Begegnung von Angesicht zu Angesicht. Wer das Feedback nicht beantwortet und wertvolle Anregungen unberuecksichtigt laesst, wird das frueher oder spaeter vielleicht bereuen.