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31.01.2003 - 

Steuerung für Entwicklungs- und Fertigungsprozesse

Werftenkonsortium setzt auf PLM

MÜNCHEN (CW) - Blohm+Voss, die Nordseewerke und Lürssen haben beschlossen, eine Produkt-Lifecycle-Management-(PLM-)Lösung einzuführen. Das Werftenkonsortium, das bei Großobjekten häufig kooperiert, will damit seine gesamten Entwicklungs- und Fertigungsprozesse steuern.

Im Schiffsbau müssen CAD-Systeme mehr als 30000 Einzelteile unterstützen, womit gängige Lösungen meist überfordert sind. Aber auch speziell für die Branche entwickelte CAD-Software stößt schnell an ihre Grenzen, wenn es darum geht, die Komplexität der Beziehungen von Einzelteilen sowie der zu verarbeitenden Daten, Dokumente und Informationen abzubilden. Hinzu kommt ein für den Schiffsbau typischerweise hohes Maß an Dynamik, Kommunikationsbedarf und parallel laufenden Teilprozessen. Da es sich bei den meisten Schiffen um Unikate handelt, ist ferner eine große Flexibilität der Strukturen und Abläufe erforderlich.

Wie in der Maschinenbau- und Automobilindustrie kommen deshalb beim Schiffsbau zunehmend PLM-Lösungen zum Einsatz. Sie haben die Aufgabe, verschiedene Informationsquellen wie Engineering-, Enterprise-Resource-Planning-(ERP-), Office-, Planungs- und Fertigungsanwendungen zu integrieren. Zum Management dieser Daten kommt die Revisions- und Versionsverwaltung hinzu, wobei zusätzlich Rollen und Rechte für die Anwender hinterlegt werden müssen.

Nun haben die Werften Blohm+Voss, Nordseewerke und Lürssen beschlossen, entsprechende Softwarepakete einzuführen. Nach Testinstallationen vor Ort entschied sich das Konsortium für die PLM-Lösung "Teamcenter" sowie "Unigraphics NX" für die computerunterstützte Konstruktion, Fertigung und Simulation (CAD/CAM/CAE). Der Auftrag an den Hersteller EDS PLM Solutions umfasst Software und Services, das Volumen beläuft sich auf rund zehn Millionen Euro. (rg)