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25.06.1995

Werkzeug und Datenbank sind fuer Profis sowie fuer Einsteiger gedacht Guptas SQLBase 6.0 praesentiert sich nun flexibler und skalierbar

Das Gupta-Front-end "SQLBase 6.0" ist insbesondere in der Kapazitaetsausweitung flexibler als die Vorgaengerversionen, fasst Michael Matzer* seine ersten Eindruecke zusammen. Daher seien nun auch grosse Datenbanken handhabbar. Ausserdem laesst sich seiner Ansicht nach die Administration unter der Windows-Oberflaeche leichter durchfuehren als bisher unter DOS und Sun-OS.

Mit der neuen Version 6.0 seiner Client-Server-Datenbank SQLBase 6.0 wendet sich der Datenbank- und Tool-Anbieter Gupta an Downsizer im Unternehmen, an Workgroup-Upsizer, die Anschluss an SQL-Server suchen, und an mobile Anwender mit Laptops, die nicht staendig ueber grosse Systemressourcen verfuegen. Mit der Windows- Unterstuetzung und der Moeglichkeit zu einer einfachen Installation wird auch dem Datenbank-Einsteiger in LANs Rechnung getragen.

Front-end hat mehr Tempo

Die neue Version laesst sich einfacher installieren und konfigurieren als ihre Vorgaenger. Das Tool ueberwacht sich waehrend der Laufzeit selbst und erlaubt zudem eine bessere Remote- Kontrolle, zum Beispiel unter Verwendung des Protokoll-Standards SNMP. Ausserdem funktioniert nach Herstellerangaben das Laden einer Datenbank aufgrund einer ueberarbeiteten Ladearchitektur bis zu dreimal, das Sortieren in Abfragen bis zu zehnmal schneller.

Fuer die Konfiguration und Verwaltung von Anwendungen steht eine GUI-Schnittstelle bereit. Neu ist zudem die Nutzung von Stored Procedures, Timern, Events und Triggern sowie ein transparentes Two-Phase-Commit, mit dem sich verteilte Transaktionen ueber mehrere Datenbankserver automatisieren lassen.

Die Stored Procedures lassen sich insbesondere verwenden, um haeufig benutzte Programmodule auf dem Datenbank-Server statt auf der Workstation auszufuehren. Die Prozeduren koennen in der Gupta- Programmiersprache "SQLWindows Application Language" (SAL) geschrieben und auf diese Weise in die Entwicklungsumgebung "SQLWindows" integriert werden. Auch bereits existierende SQLWindows-Module lassen sich so auf den Server auslagern.

Der SQLBase 6.0 Server fuer Netware (ab Version 3.x) stellt eine Datenbank und ein Client-Front-end fuer einen Netware-SQLBase- Server dar, waehrend SQLBase 6.0 Desktop einer Workgroup-Datenbank entspricht. Diese Datenbank eignet sich fuer kleinere PC-LANs unter Windows NT oder OS/2 und kann sowohl in Client-to-Client- wie auch in Client-Server-Konfigurationen eingesetzt werden.

Die Produktvarianten Server und Desktop enthalten pro Arbeitsplatz eine Lizenz des Abfragetools "Quest" und eine des Administrationswerkzeugs "SQLConsole". Ein Desktop-Rechner-Paket kostet 850 Mark; zehn Lizenzen des Servers liegen bei rund 5700 Mark.

Mit dem programmierbaren Datenverteiler "SQLBase 6.0 Ranger" lassen sich Applikationen entwickeln, die Daten von unternehmensweiten oder Desktop-Datenbanken in eine kompakte SQL- Datenbank uebernehmen. Die Ranger-Module koennen etwa mit "Visual Basic" ueber OLE-Steuerelemente in eine Anwendung eingebunden werden. Aber auch C und C++ lassen sich fuer Schnittstellen nutzen.

Mit Hilfe von Ranger in der Eigenschaft als Datenverwaltungs-Tool koennen auch Anwender, die keine direkte Netzverbindung haben, Zugang zu den benoetigten Daten auf dem Netz erhalten. Dafuer steht jeweils ein nativer Zugriff auf die Datenbanken von Oracle, Ingres, Sybase, Microsoft, Informix und IBM (AS/400) sowie eine ODBC-Verbindung zu Access, Dbase und Foxpro zur Verfuegung.

Der Ranger, der einen Einzelplatz-Desktop-Server sowie die Tools SQLConsole und Quest enthaelt, kostet 1140 Mark. Entwickler benoetigen zusaetzlich eine spezielle Dokumentation, das "Advanced Documentation Set" fuer 370 Mark.

SQLConsole und Quest inklusive

Die Applikationen, die auf SQLBase 6.0 basieren, benoetigen zudem eine Laufzeitversion und zwar "SQLBase 5.2". Die Runtime-Lizenz kostet einmal 290 Mark und kann anschliessend kostenfrei an die Anwender weitergegeben werden. Mit SQLBase 5.2 wird die komplette Datenbank ausgeliefert. Strukturen, etwa Tabellen und Ansichten, koennen damit allerdings nicht geaendert werden. Daher gehoeren weder Quest noch SQLConsole zur Ausstattung dieser Ausfuehrung.

Im Gegensatz zur Version 5.2 ist SQLBase 6.0 nicht fuer DOS und Sun-OS verfuegbar, doch beinhaltet es SQLConsole und Quest. Die SQLBase 5.2 Developers Edition wurde mit einem Cobol- Entwicklungswerkzeug ausgeliefert, das fuer die Version 6.0 nur optional erhaeltlich ist.

*Michael Matzer ist freier Journalist im oberbayrischen Seefeld.