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14.03.1975 - 

Zwei neue Minis für den mündigen Anwender

Werkzeuge statt fertige Lösungen

In der Mini-Preisklasse und dennoch mit Rechenkapazitäten ausgestattet, die die Main-Framer das Fürchten lehren sollen, präsentieren sich die Eclipse C/300 von Data General (vorgestellt am 5. 3. 75 in Frankfurt) und das Interdata Modell 8/32 (in New York am 11. 3. 75 weltweit angekündigt). Beiden gemeinsam: Anwendungs-Software ist nicht vorhanden, Erfahrung im Umgang mit komplexen EDV-Systemen wird beim Anwender vorausgesetzt unter die Haube gebaute Betriebssysteme erleichtern die Handhabung.

Sie wollen nicht mehr als Werkzeuge sein, sehr leistungsfähige allerdings: High Society bei Schmalzbrot und Korn. CW wird in Ihrer nächsten Ausgabe ausführlich über Leistungen und Preise der beiden Neulinge berichten

CW-Bericht, A. Köpke

FRANKFURT - Anwendungsunterstützung wird nicht angeboten, Standard-Software im kommerziellen Bereich liegt nicht vor. Manfred Scheller (41), Geschäftsführer der Data General GmbH: "Die Eclipse C 300 ist für den kommerziellen Einsatz ausgelegt".

Hinter dem scheinbaren Widerspruch steckt ein Vertriebskonzept soll laut Scheller nicht der Endbenutzer mit normalen EDV-Anwendungen sein, "sondern Systemhäuser und potentielle Endabnehmer, die umfassende Computer-Erfahrung im Einsatz von komplexen Systemen haben".

Systemsoftware kostenlos

Der Hauptspeicher (bis 256 K) ist aus 16K Byte Kern- und/oder Halbleiterspeicher-Moduln mit 200 Ásec. CACHE-Speicher aufgebaut und interleaved strukturiert.

Anschließbar ist die gesamte Data-General-Peripherie. Für Datenfernverarbeitung werden Synchron- und Asynchron-Steuereinheiten angeboten.

Das System verwendet Fortran, Algol, Basic und RPG II (IBM DOS-kompatibel!). Zwei Betriebssysteme (RDOS für wahlweise Stapelverarbeitung oder interaktiven Multiterminalbetrieb und MRDOS mit zwei Programmebenen für die parallele Anwendung beider Betriebsarten) stehen zur Verfügung.

Dedicated Applications

Das Dateiverwaltungssystem Infos biete zur Zeit bewußt keinen vollen DBMS-Komfort, da es für die vorgesehene Zielgruppe mit ihren anspruchsvollen Anwendungen wichtiger sei, durch die Vermeidung von umfangreichen Interpretationsroutinen bei jedem Zugriff zu kürzeren Response-Zeiten zu gelangen.

Die Politik von Data General scheint erfolgreich: Die Gewinne liegen mit 22,8 Prozent vor und 11,8 Prozent nach Steuern auf IBM-Höhe.

CW-Bericht, D. Eckbauer

GRÄFELFING/MÜNCHEN - Mit dem 32-bit Minicomputer 8/32 kündigt Interdata weltweit nach dem Modell 7/32 einen weiteren "schweren Mini" an, der nach Angaben des Herstellers in eine neue Zielrichtung geht und zwar in den Markt, der bisher von den Main-Framern angesprochen wurde. "Die Hauptzielgruppe für das Modell 8/32 ist dort zu suchen, wo es um sehr große Leistungsfähigkeit geht", erläutert Dr. Armin Pretzsch, General-Manager der Interdata GmbH.

Interdata spricht generell davon, daß der Mega-Mini für technischwissenschaftliche Applikationen (zum Beispiel Flugsimulation, Steuerung von Atomkraftwerken und komplizierten chemischen Prozessen) eingesetzt werden soll, - überall dort, wo großer Wert auf Genauigkeit und Sicherheit gelegt wird.

Die technischen Merkmale des Systems:

- 32-bit Architektur mit direkter Adressierung von bis zu einem Megabyte Hauptspeicher (Zykluszeit im Nanosekundenbereich)

- Lookahead-Zusatzspeicher (vorausschauender Zyklus mit 50 Nanosekunden)

- Multiplexer-Bus für maximal 1024 Peripheriegeräte

- mehrfache 32-bit Registersätze Das Modell 8i/32 kostet als 128 K Bytes-Maschine rund 200 000 Mark.

An Software stehen die Betriebssysteme OS/32 ST (Serial Tasking) und OS/32 MT (Multi Tasking) sowie die Programmiersprachen MACRO CAL (Common Assembly Language), Fortran VIII und Basic /32 zur Verfügung.

Es ist die Verkaufsphilosophie dieses Herstellers, sogenannte "Super-Tools" (Super-Werkzeuge) und nicht Problemlösungen anzubieten - zu Minicomputer-Preisen. Dazu Geschäftsführer Pretzsch: "Wir sind auf alle Fälle billiger als Main-Framer".