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13.11.1992 - 

Konsolidierung zeigt ersten Erfolg

Western Digital arbeitet sich mit neuen Festplatten nach oben

MÜNCHEN (CW) - Wenn es nach den Vorstellungen von Charles Haggerty, Präsident von Western Digital, geht, hat der PC in Zukunft eine Festplatte mit einer Speicherkapazität von 150 MB bis 350 MB. Sollte die Wirklichkeit ihm recht geben, könnte seine Firma mit ihren neuen Produkten ein solides Fundament in diesen stürmischen Zeiten der DV-Industrie bekommen.

Anfang November hat Western Digital drei neue Festplatten vorgestellt, die für den Massen-PC konzipiert sind. Die "Caviar"--Serie wird mit dem Laufwerk "AC2340" erweitert, das in einem 31/2-Zoll-Gehäuse 340 MB Daten speichert. Im 21/2-Zoll-Bereich ist das Modell "Caviar Lite" mit einer Kapazität von 170 MB neu auf den Markt gekommen, und im Miniformat mit 1,8 Zoll will das Unternehmen im ersten Quartal 1993 eine 40-MB-Festplatte herausbringen. Alle Laufwerke arbeiten mit dem gleichen Chip-Satz "Architecture 1" und sollen deshalb problemlos untereinander ausgetauscht werden können.

Western-Digital hat mit der Entwicklung von Architecture 1 wieder die Gewinnzone erreicht, nachdem in den letzten beiden Jahren große Verluste bis zu 37 Millionen Dollar pro Quartal hingenommen werden mußten. Der Sprung vom reinen Chip-Hersteller zum Laufwerkproduzenten endete für Western Digital in einem Desaster, weil der Firma das Know-how für die intelligenten Festplattensysteme fehlte. Wenn die jetzt vorgestellten Modelle erfolgreich sind, könnte sich Western Digital langfristig von seinem größten Problem befreien: Laut Haggerty wird ein großer Teil der Bankverbindlichkeiten (etwa 200 Millionen Dollar) aus der Umschuldungsaktion des Jahres 1991 Mitte nächsten Jahres fällig. Haggerty sieht seine Aufgabe darin, das Unternehmen weiterhin aus den roten Zahlen zu halten (Nettogewinn im ersten Quartal 1993: 4,2 Millionen Dollar), um einerseits Schulden zu tilgen und andererseits eine Verlängerung der Kredite zu erhalten. Helfen könnten ihm dabei große OEM-Kunden wie Compaq oder Siemens-Nixdorf, die Western-Digital-Festplatten in ihre PCs einbauen.