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22.10.1999 - 

Heimelektronik als erfolgversprechender Zukunftsmarkt

Western Digital gibt sich trotz hoher Verluste optimistisch

MÜNCHEN (kk) - Knapp eine halbe Milliarde Dollar Verlust erwirtschaftete Festplattenhersteller Western Digital (WD) im abgelaufenen Geschäftsjahr. Nun legten die Kalifornier die zukünftige Strategie zur Gesundung des Unternehmens offen.

Matthew Massengill, WDs Co-Chief Operating Officer (COO), stellt das Sanierungskonzept auf drei Standbeine: Kostenkontrolle, besseres Produktdesign sowie den neuen Markt für Heimelektronik. Gespart wurde in der Vergangenheit vor allem beim Personal, die Anzahl der Mitarbeiter verringerte sich von einst rund 18000 auf jetzt knapp 10000 Arbeitnehmer. Betroffen war davon insbesondere die Fertigungsstätte in Singapur, die zugunsten der Fabrik in Malaysia geschlossen wurde und nur mehr eine Entwicklungsabteilung enthält.

Ein besseres Produktdesign soll zudem peinliche Ausfälle wie den kürzlich notwendig gewordenen Rückruf von 400000 Festplatten verhindern. Zudem hat WD die Beschaffungspolitik für die Komponenten geändert. Jetzt soll das jeweils technisch beste Teil eingekauft und nicht mehr wie früher alle Parts von einem Hersteller bezogen werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Produktdiversifikation. So sollen in Zukunft Produkte für den Highend-Bereich, den Desktop-Markt und für kostengünstige PCs angeboten werden. Demnächst sollen über die WD-Tochter "Connex" fehlertolerante Festplatten für Network-Attached-Storage-(NAS-)Systeme auf den Markt kommen.

Große Hoffungen setzt Massengill auf die sich abzeichnenden neuen Märkte für Heimelektronik. Man habe Kooperationen mit diversen Firmen, unter anderem Sony, abgeschlossen. So entwickelte WD unter anderem eine Technik ("Stream weaver") für besonders leise Laufwerke, die beispielsweise in TV-Geräten oder Audio- und Video-Jukeboxen eingesetzt werden können.

Mehr Verantwortung will der Manager auch in die regionalen Hoheitsbereiche (USA, Asien, Europa) abgeben. So hat Europa-Manager Bernd Robatzek nun freie Hand in der Preisgestaltung und dem Marketing. Nicht zu Unrecht: Mit nur 100 Mitarbeitern erwirtschaftete er im vergangenen Jahr einen Umsatz von 700 Millionen Dollar.