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15.01.1988 - 

Ex-IBM-Zulieferer gibt Laufwerkfertigung auf:

Western Digital kauft Tandon-Abteilung

IRVINE(CW) - Die Tandon Corp. zieht sich aus dem Geschäft mit normalen PC-Laufwerken zurück. Die Western Digital Corp. (WDC), ein kalifornischer Hersteller von PC-Add-on-Produkten, übernimmt Tandons Winchester-Disk-Drive-Operation für einen Preis zwischen 45 und 50 Millionen Dollar.

Die Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen kam kurz nach der Gründung eines Joint-Venture in Singapur zustande; die gemeinsame Tochter Westan Pte. Ltd. geht nun von in den Besitz der WDC über. Endgültig soll der Vertrag im Laufe des ersten Quartals 1988 unterschrieben werden. Dann wird Tandon Kunde seiner einstmals eigenen Werke: Das Unternehmen bezieht für die Dauer von zunächst zwei Jahren seine Plattenlaufwerke von WDC. Einen Bereich behält Tandon allerdings - die patentierten Datapac-Speicher sind von dem Vertrag ausgenommen. Vom Zukauf der Tandon-Anteile verspricht sich Kathy Braun, Senior-Vice-President und General-Manager für Speicherprodukte bei WDC, einen stärkeren Anteil am wachsenden Geschäft mit 3 1/2-Zoll-Laufwerken. Tandon will einen Teil des Erlöses in eine europäische PC-Fabrik investieren. Der Standort steht noch nicht fest; dennoch soll die Produktion noch 1988 anlaufen.

Mit den Entwicklungen in diesem von einer Konzentration auf wenige Anbieter geprägten Markt befaßte sich kürzlich auch die US-Marktforschungsfirma Disk/Trend Inc. In seinem Journal Disk/Trend Report berichtet das Institut, die Amerikaner, die in den siebziger Jahren das Geschäft mit den Festplatten noch beherrschten, hätten sich Mitte der achtziger Jahre mit rund 67 Prozent begnügen müssen. Der Anteil des früheren Marktführers Control Data sei von 55 auf nur 15 Prozent geschrumpft.

Vor allem Unternehmen wie Fujitsu, Hitachi und NEC konnten der Disk/Trend-Statistik zufolge in den achtziger Jahren erhebliche Erfolge auf dem Erstausrüstermarkt erzielen. Nach Meinung amerikanischer Marktkenner werden inländische Hersteller den Japanern in Zukunft jedoch wieder Marktanteile abnehmen. Mit Jahresende 1987 liegt der Anteil der US-Produzenten bereits bei 80 Prozent.