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03.01.1997 - 

Anwender bevorzugen proprietäre Anbieter statt ISPs

Westeuropäer haben kaum Interesse am Netz-Surfen

Auf einen Durchbruch des Internet auf breiter Front muß die bereits auf den Electronic Commerce hoffende Industrie wohl noch eine Weile warten. Selbst stark fallende Zugangspreise und PCs mit Modems als Standardausstattung locken die europäischen Online-Muffel nicht hinter dem Ofen hervor. Lediglich 25 Prozent der Westeuropäer, also 38 Millionen, werden der Studie "The Provision of Consumer Online- and Internet-Services across Europe - Challenges for the next Millenium" zufolge im Jahr 2001 in den globalen Netzen surfen.

Allerdings ist dies noch Zukunftsmusik. Derzeit ist Deutschland mit rund 1,1 Millionen privaten Anwendern der größte Online-Markt in Europa. Trotz einiger großer Handelsketten, die der Studie zufolge die billigsten Internet-Zugangsgebühren im weltweiten Vergleich haben, ist T-Online mit über 900000 Anwendern nicht nur hierzulande, sondern auch europaweit immer noch der größte Provider.

Mit rund 635000 Heimanwendern ist Großbritannien das zweite Online-Eldorado in Europa. Für 1997 erwarten die Auguren dort eine dramatische Veränderung des Marktes, bedingt durch Compuserves strategische Entscheidung, sich künftig auf das Business-Segment zu konzentrieren. Ansonsten zeichnet sich das Geschehen durch einen intensiven Wettbewerb und neue Provider aus, hinter denen Telecom-Firmen sowie Medienkonzerne stehen.

Nummer drei ist Frankreich, charakterisiert durch starke Verbindungen zwischen Online-Anbietern und Medienunternehmen. Letztere sehen das Netz vor allem als einen Distributionskanal.

Start-up-Land des Jahres 1996 war Holland. Dort stiegen im vergangenen Jahr die Anwenderzahlen sehr rasch. Allerdings bezweifeln die Marktforscher, daß sich dieses Wachstum auch 1997 fortsetzt, da immer mehr User dazu übergingen, die Online-Dienste am Arbeitsplatz zu nutzen.

Tendenziell bevorzugen die Westeuropäer die proprietären Online-Anbieter gegenüber den Internet-Service-Providern (ISPs). Während für die ISPs in erster Linie der Preis spricht, vertrauen die Anwender bei den Online-Diensten auf die vorsortierten Inhalte, die Zuverlässigkeit sowie auf eine etablierte Kundenbasis.