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01.12.1995

Wettbewerber sollen ausgeschlossen werden AFT: Telekom will sich das Anwenderforum einverleiben

OVERATH (pg) - Beim Kongress des Anwenderforums Telekommunikation (AFT) am 5. und 6. Dezember in Bonn stehen die Zeichen auf Sturm. Mit Hilfe einer Satzungsaenderung moechte die Telekom Konkurrenten aus dem AFT ausbooten.

Die Telekom, zusammen mit der Anwendervereinigung Telecom e.V. Initiator des 1992 in Dresden gegruendeten AFT, macht Ernst. Per Satzungsdekret moechten die Bonner - selbst kraft Statut als AFT- Mitglied nicht zugelassen, aber Sponsor der Geschaeftsstelle - den Verein in ein Telekom-Kundenforum umwandeln.

Mit seinem Plan haelt der Carrier keineswegs hinter dem Berg. In einer Einladung des AFT zur Mitgliederversammlung im Vorfeld des Kongresses werden die angestrebten Ziele schwarz auf weiss genannt. Die Telekom beabsichtigt, die AFT-Geschaeftsstelle kuenftig in eigener Regie zu fuehren, Konkurrenten aus der Organisation auszuschliessen und staerkeren Einfluss auf das Forum zu nehmen. Fuer die angestrebten Aenderungen werden in dem Schreiben auch Begruendungen gegeben.

Die AFT-Geschaeftsstelle sei als wichtiges Interface zum Kunden zu sehen und muesse deshalb, auch wegen wettbewerbssensitiver Informationen, in die Telekom eingebettet werden. Ferner heisst es: "Um den offenen Dialog der Telekom mit ihren Kunden zu ermoeglichen, koennen also bestimmte Wettbewerber nicht mehr Forumsmitglied sein."

AFT-Vorstand sowie -Geschaeftsfuehrung wollten auf Anfrage der CW keine Stellung beziehen. Deutlicher wurde Dieter Steuer, Geschaeftsfuehrer eines Ingenieurbueros fuer Tele- und Datenkommunikation. "Der ganze Markt wuerde durch diesen Brachialakt aus dem Forum ausgegrenzt", kritisiert das AFT- Mitglied. Nach seiner Einschaetzung waeren von 310 Mitglieder rund 50 betroffen, darunter Hersteller von TK-Anlagen, Berater, Netzbetreiber und Anbieter von Mehrwertdiensten.