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Daimler-Chrysler hat Prozesse getestet


15.09.2000 - 

Wettbewerbshüter billigen Marktplatz der Autobauer

MÜNCHEN (CW) - Die Federal Trade Commission (FTC) hat ihre Bedenken gegen den von Daimler-Chrysler, General Motors und Ford initiierten Web-Marktplatz "Covisint" fallen gelassen. Ein bei Daimler-Chrysler vorgenommener E-Business-Test wies schnellere Prozesse und niedrigere Preise nach.

So ganz trauen die amerikanischen Kartellwächter dem Frieden noch nicht. Dominiert von führenden Automobilkonzernen - neben den Gründungsmitgliedern auch Renault und Nissan - ließe sich die elektronische Warenbörse möglicherweise doch für illegale Absprachen missbrauchen. Deshalb kündigte die FTC an, sie werde Covisint im Auge behalten und einschreiten, falls es das öffentliche Interesse erfordere. Fürs erste wolle sie den Autobauern aber die Möglichkeit geben, mit Hilfe effizienterer Prozesse Einsparungen bis zu 1000 Dollar pro Fahrzeug zu erzielen.

Das Urteil hat mit Sicherheit Präzedenzcharakter für weitere Internet-Marktplätze - auch wenn laut FTC jede Online-Börse individuell beurteilt werden müsse. Das Bundeskartellamt hat in Sachen Covisint noch nicht entschieden.

Unbeeindruckt von den Untersuchungen der Wettbewerbshüter wickelte Daimler-Chrysler in den USA erste Testprojekte auf Grundlage seiner konzernweiten E-Commerce-Strategie ab. Im Einzelnen handelte es sich um drei Projekte.

"E-Catalog Purchase" widmete sich der Direktbestellung nicht unmittelbar fertigungsrelevanter Güter mittels eines elektronischen Warenkatalogs. Bei "Online-Bidding" erprobten Einkäufer in Stuttgart und Auburn Hills, wie sich standardisierte Artikel preisgünstiger erstehen lassen, wenn die Zulieferer ihre Angebote im Web transparent machen. In der "Asset Recovery Auction" wurden gebrauchte Werkzeugmaschinen online versteigert. Gegenstand der Tests war allerdings nicht die technische Plattform, sondern der jeweilige Prozess.