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13.03.1987 - 

Spardat-Buchungsgemeinschaft will bald Terminal-Auftrag vergeben:

Wettstreit um Barbara-Nachfolger Cats

WIEN (CWE) - Einer wird bei Cats, dem künftigen "Communication and Terminal System" der Spardat, gewinnen. Vielleicht werden es auch zwei Sieger sein - noch ist alles offen. Bis Mitte oder Ende März will die Buchungsgemeinschaft der Sparkassen sich entscheiden.

Im Februar 1986 wurden fünf Hersteller eingeladen, mit Testinstallationen an der Ausschreibung für Cats teilzunehmen. Ziel der Spardat: mit neuen Arbeitsplatzsystemen ein neues Instrument der Bank- und Büroautomation in allen Instituten des Sparkassensektors einzusetzen. Die bisherigen Barbara-Terminals sollen ersetzt werden, weil sie die künftigen Erfordernisse computerunterstützter Sachbearbeitung nicht erfüllen, zudem ist das derzeit verwendete System Philips PTS 6000 technisch veraltet.

Kein Wunder, daß der Kampf um diesen großen Brocken zwischen den fünf Testteilnehmern groß ist. Entscheidet sich die Spardat für einen - oder zwei - Lieferanten, so wird das für diesen (oder diese) Folgewirkungen nicht nur im Bankengeschäft haben. Die Teilnehmer sind: Nixdorf mit der Targon-Familie (Unix), Philips mit dem brandneuen System P9000 (MBX - ein firmeneigenes Unix-Derivat), Siemens mit den neuen Sinix-System MX500 beziehungsweise MXB, Unisys mit der Burroughs-Familie B25 und Wang mit der VS-Serie.

Dazu gehören auch jeweils die entsprechenden Peripheriegeräte wie optische Belegleser, Drucker etc. Die Anforderungen seitens der Spardat sind vielfältig. Cats soll ein multifunktionaler Arbeitsplatz sein, der alle Arten von Unterstützung und Kommunikation bietet, zusätzlich individuelle Datenverarbeitung erlaubt und auch PC-Funktionen bietet. Außerdem soll das System offen sein für die Einbindung von Weiterentwicklungen im Hard- und Softwarebereich - bei minimalem Aufwand für das Systemoperating im jeweiligen Sparkasseninstitut.

Wer immer den Kampf gewinnt, muß sein System an die existierenden Terminalsysteme PTS 6000, P2500 und Nixdorf 8864 für die Kommunikation mit dem Rechenzentrum anschließen können. Schnittstellen zu Kommunikationsdiensten der Post sind ebenso vorgesehen wie die flexible Vernetzungsmöglichkeit innerhalb eines Instituts über Inhouse-Netzwerke oder digitale Telefonsysteme.

Nach Ansicht von Walter Domandl von der Spardat liegen alle Anbieter "gut im Rennen und bemühen sich sehr". Allerdings trete die zuerst stark im Vordergrund stehende Frage "Unix oder nicht?" etwas zurück, nachdem die vermeintliche Zielsetzung der vollen Portabilität der Programme sich zumindest für die nächsten fünf Jahre als unrealistisch erwiesen habe.