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06.03.1998 - 

Kommentar

Widersprüche um den Alpha

Fast schon gebetsmühlenhaft haben die DEC-Topmanager Croxon und Jenkins im CW-Gespräch die technologischen Argumente für den Alpha-Prozessor vorgetragen. Für die nächsten fünf Jahre werde man gegenüber jeder anderen Architektur einen Leistungsvorsprung behaupten, auch vor Intels geplantem 64-Bit-Chip "Merced". Dieses nun schon seit etlichen Jahren vorgebrachte Technologieargument hat der Alpha-Technik trotzdem nicht zum großen Durchbruch verhelfen können.

An anderer Stelle gaben die DEC-Vertreter denn auch Widersprüchliches zum besten: Mit der zunehmenden Hardwarestandardisierung, so Croxon, werde die Frage der Prozessoren künftig gar nicht mehr so wichtig sein. Eine größere strategische Bedeutung komme den Betriebssystemen zu. Hier räumt der Hersteller indes Digital Unix oberste Priorität ein. Die vielerorts gelobten Cluster-Fähigkeiten von Open VMS werden nach und nach in das Unix-Derivat eingebaut. Auch die zukunftsweisende "Galaxy"-Technologie sei nicht auf VMS beschränkt, wie DEC selber betont. Von weitreichender Bedeutung dürfte das Vorhaben sein, Digital Unix auf die IA-64-(Merced-)Architektur zu portieren. Die Diskussion um die technischen Vorzüge des Alpha dürfte sich spätestens dann erübrigen, wenn Merced sich auf Digital Unix durchgesetzt hat.