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11.02.2014 - Interview mit All4One-Chef Lars Landwehrkamp

Wie All for One Steeb mit SAP wachsen will

Regina Böckle durchforstet den Markt für Infrastruktur und Cloud nach Themen, die für Systemhäuser und Service Provider relevant sind - oder es werden könnten. Besonders spannend findet sie, welche Geschäftsmodelle Vertriebspartner entwickeln und wie sie die Strategie und Produkte der Anbieter bewerten.
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Wie Big Data beim Mittelstand Fuß fasst

Big Data zählt wie die Cloud in Analystenkreisen zu den Trendsettern schlechthin. Unter anderem sollen InMemory-Datenbanken wie SAP HANA dabei eine Schlüsselrolle spielen. Wie groß ist die Nachfrage bei mittelständischen Kunden nach Big-Data-Lösungen denn tatsächlich?

Landwehrkamp: Tatsache ist, dass das Thema die meisten Kunden interessiert und sie das Thema äußerst aufmerksam beobachten, weil das Datenvolumen wächst und die Vielfalt der Datenquellen zunimmt. Insofern ist das Interesse groß. Echte Big-Data-Projekte oder konkrete Pläne im Mittelstand gibt es aber noch wenig. Den Mittelstand wird die Welle erst nach den Großkonzernen erfassen, zum einen, weil mittelständische Unternehmen schlicht nicht derart große Datenmengen in den Griff bekommen müssen. Zum anderen, weil sie erst einmal Referenzprojekte sehen wollen oder erst einmal ein echtes Geschäftsszenario für sich selbst entdecken müssen, ehe sie das Thema anpacken. Haben sie das aber einmal entdeckt, wird das mit Nachdruck angegangen.

Haben Sie ein solches Projekt schon umgesetzt?

Landwehrkamp: Wir stellen derzeit unsere Branchensysteme auf HANA um und haben bereits erste Kunden im Betrieb. Zudem haben wir ein Workshop Programm aufgesetzt, um gemeinsam mit Kunden konkrete Geschäftsszenarien zu identifizieren, wie sie bei den ersten von SAP direkt betreuten HANA Kunden, etwa John Deer zum Tragen kommen. Der Landmaschinenhersteller setzt HANA ein, um sein komplettes Ersatzteilmanagement neu aufzusetzen. In der Folge konnte er die Reaktionszeiten von rund 10 Stunden auf vier Minuten reduzieren. Trotz Investitionen in Millionenhöhe war der RoI überwältigend, weil sich die Lieferzeiten damit extrem verkürzen ließen. Es gibt aber auch ganz andere Treiber für HANA-Projekte. Denn mit HANA lassen sich zudem heterogene Datenbanklandschaften sehr gut konsolidieren. Hier wächst die Nachfrage spürbar. Mittlerweile lassen sich sogar einige unserer SAP-Neukunden, HANA vorsorglich vorlizenzieren, einfach weil sie bereits Ideen haben, was damit möglich ist.

SAP HANA Betrieb aus der Private Cloud

Die GOPA IT Consultants aus Rüsselsheim wechselten Anfang Februar zur All for One Steeb AG. Das Team bringt mit Cisco, NetApp, Dimension Data und Computacenter etablierte Hersteller- und Realisierungspartnerbeziehungen mit zu All for One Steeb.Unter dem Dach der All for One Steeb wird die neue Geschäftseinheit "Technologie Beratung" unter der Leitung von Martin Finkbeiner verstärkt Kunden aus dem im gehobenen Mittelstand betreuen.
NetApp und All for One Steeb haben einen erweiterte Partnerschaftsvertrag geschlossen, um Kunden in Hinblick auf SAP HANA und SAP aus der Private Cloud intensiver zu betreuen. Zusammen mit Cisco wurde jetzt eine neue, nahezu unbegrenzt skalierbare Technologie Plattform für die Netzwerkkommunikation zwischen den beiden Rechenzentren von All for One Steeb in Betrieb genommen. Um in enger Rückkopplung mit SAP neue Referenzarchitekturen und Betriebslösungen, etwa HANA Tailored Datacenter Integration, zu entwickeln, wurde außerdem direkt im SAP Partnerport in Walldorf ein eigenes "Joint Research & Development Lab" bezogen.

Warum hat HANA dann den Durchbruch in der Breite bislang trotzdem nicht so richtig geschafft? Schließlich hat SAP hier noch einen Vorsprung vor der Konkurrenz.

Landwehrkamp: Das liegt vor allem daran, dass HANA bis dato noch nicht vollständig virtualisiert betrieben werden kann, so dass mit Blick auf die Infrastruktur die Vorteile noch nicht richtig zur Geltung kommen. SAP ist aber in Zusammenarbeit mit Technologieunternehmen wie Cisco, Netapp und VMware intensiv dabei, das zu ändern. Wir gehen davon aus, dass hier im Laufe des zweiten Quartals 2014 Lösungen auf den Markt kommen und diese Hürden überwunden werden. Um hier auch selbst vorne mit dabei zu sein, beziehen wir gerade ein eigenes Joint Research & Development Lab direkt bei SAP in Walldorf.

All for One Steeb legte im vergangenen Geschäftsjahr, das am 31.09.2013 endete, ein sattes Umsatzwachstum von knapp 22 Prozent auf 186,3 Millionen Euro vor. Binnen fünf Jahren hat das Unternehmen seinen Umsatz damit mehr als verdoppelt: Die Erlöse kletterten in diesem Zeitraum um 151 Prozent. Auch beim EBIT (10,5 Millionen Euro) verzeichnete der SAP-Dienstleister ein sattes Plus von 76 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Vergleich zum Vorjahr um 214 auf 926 Beschäftigte.
Das Portfolio des SAP-Gold- und Microsoft-Hosting-Partners umfasst individuell zugeschnittene Lösungen für SAP-Anwender, 75 SAP-Zusatzlösungen, das Hosting von SAP- und IT-Landschaften, die Implementierung von Hosting-Umgebungen, SAP Applikations-Management, Cloud- und Remote-Services. Gehostet werden die Lösungen in zwei geographisch getrennten, gespiegelten, nach Sarbanes Oxley Act (SAS 70 / ISAE 3402) zertifizierten High-End-Rechenzentren in Frankfurt mit 24x7-Service.

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