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18.02.2000 - 

Layer-3-Switching kombiniert mit IP und Ethernet

Wie Anwender ein lokales Netz auf der grünen Wiese aufbauen

FRAMINGHAM (IDG) - Welcher Netzverantwortliche hätte nicht am liebsten schon einmal sein gesamtes Netz verschrottet und völlig neu entworfen? Startup-Companies und Firmen, die zusätzliche Gebäude verkabeln, sind in der glücklichen Lage, ohne Altlasten zu beginnen. Wer heute ein Netz auf der grünen Wiese aufbaut, greift meist auf Layer-3-Switching, IP und Ethernet zurück.

Ein neu gegründetes Unternehmen oder eines, das ein anderes Gebäude bezieht, hat die Chance, ein Netz nach dem derzeitigen Stand der Technik zu errichten. Wie sieht aber derzeit das Wunschnetz der Anwender aus? Sie wollen für Gigabit Ethernet bis zum Desktop gerüstet sein, auch wenn sie (noch) keine konkreten Pläne zur Auslastung dieser Bandbreite hegen. Banyan Worldwide Services aus Westborough, Massachusetts, beispielsweise setzt daher im eigenen Haus auf eine Kategorie-5E-Kupferverkabelung zum Desktop. Als Netzwerkkarten verwendet das Unternehmen 10/100-Mbit/s-Ethernet-NICs, da es Gigabit Ethernet noch nicht braucht.

Normalerweise hängen die Desktops an 10/100-Mbit/s-Ethernet-Switches, bei denen es vor allem auf die Port-Dichte ankommt. Die Ethernet-Switches befinden sich in einem Schaltschrank ("wiring closet"). Wer allerdings jedes Endgerät mit 100 Mbit/s schnellem Switched Fast Ethernet anbindet, könnte bald an anderer Stelle an Grenzen stoßen: "Wir haben den Zugang für die Endbenutzer so schnell gemacht, dass jetzt die Server und ihre Anbindung überlastet sind", gibt der Netzadministrator einer Versicherung zu bedenken. Wichtig ist also, auch die anderen Elemente des Netzes an die größere Bandbreite zum Desktop anzupassen. Anwender mit Mitarbeitern, die viel an wechselnden Arbeitsplätzen arbeiten, setzen zudem vermehrt auf drahtlose Lösungen, die Datenraten von bis zu 11 Mbit/s unterstützen.

Den Schaltschrank verbindet in der Regel ein Glasfaserkabel, über das Gigabit Ethernet übertragen wird, mit einigen Layer-3-Switches. Untereinander werden diese ebenfalls über Gigabit Ethernet vernetzt. Traditionelle Router erreichen weder die Geschwindigkeiten noch die niedrigen Preise von Layer-3-Switches, kommen aber noch für die WAN-Anbindung zum Einsatz. Viele Anwender verwenden Switches kleinerer Anbieter wie Extreme Networks oder Foundry, so auch das Startup-Unternehmen Purchase Procom.

Auch wenn Sprach-Daten-Konvergenz in aller Munde ist, trennen die meisten Anwender ihre Sprach- und Datennetze noch. Um für die Zukunft alle Optionen offen zu halten, empfiehlt es sich, Campus-Switches einzusetzen, die den Standard IEEE 802.1p unterstützen. Damit ist bei einer späteren Migration gewährleistet, dass die Sprache mit oberster Priorität transportiert wird.

Wunschzettelfür ein modernes Netz

- Verkabelung so auslegen, dass Gigabit Ethernet bis zum Desktop künftig realisierbar ist.

- Bandbreiten im Backbone und Server an höhere Geschwindigkeiten zum Desktop anpassen. Im Backbone grundsätzlich mit Gigabit Ethernet planen.

- Layer-3-Switching erhöht den Durchsatz.

- Je nach Anwendungsszenario Netzstruktur durch drahtlose Technologien ergänzen.

- Migrationspfad einplanen, falls sich Sprach-Daten-Konvergenz durchsetzt.