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24.09.2004 - 

Das "Rechenzentrum der nächsten Generation"

Wie Anwender ihre RZ-Kosten senken können

MÜNCHEN (CW) - Unternehmen, die ihr Rechenzentrum auf den jüngsten Stand der Technik bringen, können ihre IT-Betriebskosten um mindestens ein Viertel, in Teilbereichen sogar um neun Zehntel senken. Das "neue Data-Center" weist nach Expertenmeinung sieben Merkmale auf.

State-of-the-Art-Technik wie Virtualisierung, Web-Computing und RZ-Automation versprechen eine bislang unerreichte Effizienz hinsichtlich Hardware- und Softwarenutzung sowie Personaleinsatz. Für die Anwenderunternehmen bedeutet das vor allem eins: Reduzierung der IT-Kosten. Die CW-Schwesterpublikation "Network World" hat sieben Techniken identifiziert, mit denen sich zwischen 25 und 90 Prozent der Betriebskosten sparen lassen - vorausgesetzt, sie werden vernünftig implementiert.

Speicherkonsolidierung

Ein sinnvoller erster Schritt besteht darin, die Speichernutzung zu bündeln - sei es durch ein Storage Area Network (SAN) oder Network Attached Storage (NAS). "NAS ist nicht selten schwieriger zu verwalten", erläutert Johna Till Johnson, Präsidentin beim New Yorker Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Nemertes Research. "Außerdem eignet es sich vor allem für die Archivierung, aber weniger für den Datenbankzugriff." Doch gleichgültig, für welche Architektur das Unternehmen sich entscheide - wichtig sei die abteilungsübergreifende Implementierung. Zudem empfiehlt die Analystin, einen "Speicher-Zar" zu ernennen, der unternehmensweit für die Storage-Architektur verantwortlich zeichnet.

Virtuelle Server

Viele Unternehmen betreiben eine große Anzahl chronisch unterforderter Anwendungs-Server. Die Einführung von Blade-Servern und Virtualisierungs-Software könnte hier Abhilfe schaffen. Schon aus dem geringeren Raumbedarf ergeben sich deutliche Einsparungen. Aber Vorsicht! Wenn unterschiedliche Software-Instanzen auf einer Maschine laufen, steigt für jede von ihnen die Ausfallwahrscheinlichkeit. Change- und Patch-Management sowie Regressionstests gewinnen damit an Bedeutung.

RZ-Konsolidierung

Sind Speicher, Server und Anwendungen erst einmal konsolidiert, heißt es, die Gedanken den Rechenzentren als Ganzes zuzuwenden. Je billiger und ubiquitärer die Breitbandtechnik, desto reizvoller die Verlagerung der Datenzentren auf das platte Land, wo die Immobilienpreise günstig sind. Aufgrund der Wirtschaftsflaute lässt sich mit ein bisschen Glück auch neuwertiges Equipment zum Schnäppchenpreis ergattern.

Thin-Client-Computing

Vor allem die Support-Kosten sinken spürbar, wenn das Unternehmen seine PC-Arbeitsplätze durch Thin Clients ersetzt. Ob die Anwender mit Hilfe von Citrix-Software oder über Web-Services angebunden werden, spielt dabei keine Rolle. Entscheidend ist die Möglichkeit der zentralen Administration.

Open Source

Dabei sollten die Unternehmen auch versuchen, einen Teil ihrer teuren, sperrigen und komplexen Anwendungen los zu werden beziehungsweise sie durch weniger und leichter zu pflegende Applikationen zu ersetzen, so Johnson. Besonderes Augenmerk verdienten dabei Linux-Lösungen - vor allem unter finanziellen Gesichtspunkten.

IP-Telefonie

Massive Einsparungen lassen sich auch mit Voice over IP (VoIP) erzielen. "Die IP-Telefonie ist unser Kostenreduzierer Nummer eins", bekennt beispielsweise Jason Brougham, Netz-Manager beim Krankentransport-Dienstleister American Medical Response (AMR). In einem "Daten-Center der nächsten Generation mit seiner ganzen wundervollen Infrastruktur" sei es leicht, alle Nebenstellenanlagen in einer VoIP-Implementierung zu bündeln - und so auch den Support-Aufwand drastisch zu senken.

Autonomic Computing

Last, but not least eröffnet die schöne neue RZ-Welt auch Möglichkeiten, den Personalbedarf einzuschränken - durch Automatisierung des Rechenzentrums. Dazu gehören Themen wie Provisioning, Sicherheits-Alerts und Patch-Management.

Vielleicht wird nicht jedes Unternehmen jede beschriebene Technik einführen - obschon sie sich laut Johnson allesamt zur Kostenreduzierung eignen. Als "Faustregel" definiert die Analystin, in eine alternative Technik einzusteigen, wenn die erwarteten Einsparungen mindestens 25 Prozent betragen - und das treffe auf jede einzelne zu. (qua)