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27.05.1994

Wie aus relationalen Datenmodellen Objekte entstehen Parcplace stellte Generator fuer objektbasierte Anwendungen vor

MUENCHEN (CW) - Fuer Unternehmen, die beim Umstieg auf Objektorientierung ihr bestehendes Datenbanksystem mit Applikationen weiterhin nutzen wollen, bietet Parcplace Systems die Entwicklungsumgebung "Visualworks 2.0" an. Ohne Kenntnisse der Parcplace-Sprache "Smalltalk" oder der Datenbanksprache SQL sollen sich damit Datenbankanwendungen schreiben lassen.

Insgesamt weist die Version 2.0 nach Herstellerangaben ueber 100 neue Leistungsmerkmale auf. Das Kernstueck ist der "Database Application Creator", eine "Bruecke" zwischen der "fundierten Theorie relationalen Datenbank-Managements und der Objektorientierung in der Anwendungsentwicklung". So zumindest bezeichnet Georg Heeg, Geschaeftsfuehrer des gleichnahmigen Dortmunder Softwarehauses, die Funk- tion.

Seinen Ausfuehrungen zufolge ermoeglicht die neue Version die Ueberfuehrung und Einbettung relationaler Datenmodelle in Objekte. Allerdings kann der Generator keine Objektmodelle erzeugen oder umgekehrt diese auf relationale Strukturen abbilden.

Das Creator-Modul umfasst im einzelnen drei Hauptkomponenten: "Objektlens" fuer die Nutzung relationaler Datenbestaende als Objekte, "Visual Data Modeler" als Verbindung zwischen relationalen Datenbestaenden und Objekten sowie "Dataforms" als wiederverwendbare Objekte fuer die Datenmanipulation ohne SQL- Programmierung.

Objectlens erfasst die Struktur der hinterlegten Tabellen. Aus diesen Informationen erzeugt die "Linse" laut Peter Maier, Berater bei der Parcplace Systems GmbH, Muenchen, Objekte und Objektklassen.

Visual Data generiert eine Liste, die als Grundlage fuer Objectlens die Verbindung zwischen den relationalen Daten und den Objekten herstellt. Die Beziehungen werden in einem eigenstaendigen Datenmodell statt im Datenbanksystem abgelegt. Die Trennung zwischen Anwendungen und Datenbanksystem soll nennenswerte Anpassungen beim Wechsel zu anderen Datenbanken ersparen beziehungsweise Aenderungen im Datenmodell erleichtern.

Bei Dataforms handelt es sich laut Hersteller um "intelligente, wiederverwendbare Objekte", die durch Point-and-Click-Bedienung anhand von Mustervorlagen erstellt werden.

Visualworks 2.0 soll im Herbst dieses Jahres zunaechst fuer Oracle und Sybase auf den Markt kommen. Spaeter folgt die Unterstuetzung von ODBC-Schnittstellen sowie von DB/2. Preisaenderungen sind nicht geplant.

In Vorbereitung befindet sich darueber hinaus eine automatische Methodenunterstuetzung fuer "Object Behaviour, Analysis und Design". Das Buch ueber diese Parcplace-Methode wird voraussichtlich Ende 1994 verfuegbar sein. Das Tool soll im ersten Halbjahr 1995 folgen.