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02.08.2007 - 

Kolumne

Wie CIOs und Web 2.0 kompatibel werden

CIOs müssten zu Evangelisten des Web 2.0 werden, wenn sie nicht auch von dieser Entwicklung überrollt werden wollen, fordert IDCs Chef-Analyst Frank Gens im Interview mit der computerwoche (siehe Seite 11). In dieser Aussage schwingt Geschichte mit, sie deutet an, dass sich die CIOs bereits zwei Mal vergeblich gegen Strömungen gestemmt haben, deren Stärke und Richtung sie nicht einschätzen konnten. Sie wollten zunächst den Einzug des PC in die Unternehmen verhindern (Stichwort: Wildwuchs) und dann wehrten sie sich auch noch gegen die Nutzung des Webs. Die ersten E-Commerce-Anwendungen wurden ohne die IT eingerichtet. Sie durfte erst später, als auch sie eingesehen hatte, dass kein Weg mehr an der "Webisierung" der Geschäftsmodelle vorbeiführt, die Verbindungen zur Unternehmens-IT knüpfen. Wenn sich CIOs nun auch gegen die Nutzung von Web-2.0-Technologien wenden, so befürchtet Gens, befördern sie sich in den Augen der Businessseite vollends ins Abseits.

Aber vielleicht ist das ein nachgelagertes Problem. Laut IDC-Untersuchungen werden nämlich die meisten Web-2.0-Projekte in Unternehmen nicht von der IT organisiert. Das deutet eher darauf hin, dass CIOs gar nicht mehr gefragt werden, was sie von diesen Tools halten.

Deshalb lautet die wichtigere Frage im Moment, wie die IT-Verantwortlichen es schaffen, wieder als Ratgeber wahrgenommen zu werden? In jedem Fall sollten sie das rät auch IDC-Mann Gens neue Tools und Technologien selbst ausprobieren, sich ständig auf dem Laufenden halten, auch wenn das bedeutet, eine kleine Mannschaft von Scouts für diese Zwecke zu bezahlen.

Darüber hinaus gilt es, an der eigenen Wahrnehmung zu arbeiten und daran, wie ein Business-Manager mit einer in IT-Belangen relativ kurzen Aufmerksamkeitsspanne die Argumente des CIOs aufnimmt oder besser gesagt verkürzt. Wenn sich ein CIO aus Budget-, Kompatibilitäts- oder personellen Gründen gegen ein Projekt ausspricht, bleibt für den Business-Manager unterm Strich die Ablehnung. Die Begründung interessiert schon nicht mehr. Wer in einem solchen Szenario den Schwarzen Peter bekommt, ist klar. Rauskommen kann die IT aus dieser Zwickmühle nur mit vielen kleinen Zügen, den großen Befreiungsschlag gibt es nicht. In jedem Fall hilft es aber, als jemand aufzutreten, der zwar Rat geben kann, aber nicht am Anfang eines Trends immer schon weiß, wo er endet.

Was meinen Sie? Braucht die IT eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung? Wie kommen CIOs zurück in die Rolle des Ratgebers? Diskutieren Sie mit im Blog der computerwoche unter: http://blog.computerwoche.de