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14.11.2003 - 

E-Recruiting/Projektliste statt Lebenslauf

Wie Freiberufler an Aufträge kommen

Wie bewirbt man sich als Freiberufler erfolgreich um Projekte? Fünf W-Fragen und eine genaue Darstellung der eigenen Fähigkeiten helfen weiter.Von Joachim Fritz*

Anders als bei der klassischen Jobsuche oder auch bei Online-Bewerbungen um Festanstellungen, in denen einzelne Bestandteile wie Anschreiben, Lebenslauf, Foto und Anlagen nach wie vor festgeschrieben sind, rücken diese Anforderungen bei Online-Projektbewerbungen von Freiberuflern in den Hintergrund. Statt eines umfassenden Lebenslaufs gibt eine Projektliste Auskunft über den beruflichen Werdegang des Freiberuflers.

Bei der Online-Bewerbung haben Freiberufler einige formale Standards zu beachten. Allgemeine Form, Grammatik und Rechtschreibung müssen stimmen. Die grundsätzliche Frage lautet jedoch: Wie kann ich einen Eindruck hinterlassen, der für mich die größten Erfolgsaussichten bietet? Das Anschreiben sollte fünf klassische W-Fragen beantworten:

Wer bewirbt sich? Eine Angabe des Namens genügt nicht. Zusätzlich sollten die Kontaktdaten des Bewerbers sowie dessen favorisierte Kommunikationskanäle im Anschreiben angegeben werden. Aufgrund der schnellen Reaktionszeiten im Projektgeschäft muss der Kandidat dafür sorgen, dass er ereichbar ist.

Wann ist der früheste Eintrittstermin? Auch hier sind möglichst tagesgenaue Angaben unerlässlich. Drittens: Auf welche Projekte bezieht sich die Bewerbung? Rundumschläge über die Bandbreite von sehr unterschiedlichen Projekten verhindern zum einen, dass Firmen die Bewerbungen sofort an die verantwortlichen Stellen weiterleiten, und werfen im schlechtesten Fall die Frage auf, ob ein Freiberufler, der sich quer über eine heterogene Projektliste anbietet, auf einzelne Themen spezialisiert ist.

Ewas weniger exakt können hingegen die Angaben zur vierten W-Frage sein: Wo liegt der bevorzugte Einsatzort? Ein Freiberufler, der bestimmte regionale Präferenzen hat, sollte diese in seinem Bewerbungsanschreiben in einem für ihn vertretbaren Maße ausdehnen, um sich nicht von vornherein die Chance auf ein für ihn interessantes Projekt zu verbauen.

Die letzte und sicher mitentscheidende Frage ist die nach dem Warum. Hier sollte der Freiberufler schon im Anschreiben kurz erläutern, warum er sich als geeigneten Kandidaten für ein bestimmtes Projekt sieht. Die passenden Qualifikationen sollte man durchaus herausstellen - im Rahmen der Wahrheit. Denn wer hier zu hoch pokert und das Angepriesene später nur schwer einhalten kann, verliert an Glaubwürdigkeit.

Bei der Wahrheit bleiben

Neben diesen Personendaten, die im Profil noch einmal vorkommen können, sollten dort die erwünschte Honorierung sowie Alter und Familienstand aufgeführt werden. Zusätzlich zu diesen klassischen Angaben kommt bei den Online-Profilen von Freiberuflern den Angaben zu fachlichen Skills eine zentrale Rolle zu. Zum einen sollte der Freiberufler hinreichend über Kenntnisse bezüglich Programmiersprachen, Datenbanken, Hard- und Software etc. Auskunft geben. Deutlich gewichtiger ist hier jedoch die Übersicht über die bislang bearbeiteten Projekte. Die Mindestanforderung sind hierbei Monats- und Jahresangaben. Für jedes Projekt sollte eine schlüssige Gesamtübersicht skizziert werden. Die eigene Rolle im Projekt sollte dabei ebenso detailliert beschrieben werden wie die eingesetzten Tools und Programmiersprachen sowie die Systemumgebung.

Als Orientierung kann das Musterprofil der Epos Systemhaus GmbH dienen, das unter http://www.eposys.de/epos-Muster.rtf abzurufen ist. (hk)

*Joachim Fritz ist Personalverantwortlicher beim Epos Systemhaus in Stuttgart.