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29.05.1981 - 

Seminar der International Data Corporation (IDC)

Wie IDC die Zukunft sieht

WALTHAM, Mass. (cw) - Auf einem unlängst abgehaltenen Seminar der lnternational Data Corporation (IDC) über die Computerindustrie äußerten sich Sprecher der IDC zu der zukünftigen Entwicklung der DV-Technologie.

Will Zachmann, Forschungsdirektor des Information Systems Planning Service (ISPS) der IDC, betonte die integrale Rolle, die die EDV im Getriebe der Wirtschaft spielt, was aber kaum zur Kenntnis genommen werde.

Zachmann erklärte, daß diese Technologie als im "Gleichgewicht" befindlich angesehen wird, wohingegen geringer zu bewertende Dinge gewöhnlich eine größere Rolle spielen, als ihnen in Wirklichkeit zukommt. "Bis jetzt hat es noch kaum jemand verstanden, die Technologie gut mit der Gesamtsituation in Beziehung zu bringen", fügte er hinzu.

Nancy Scull, beratender Gruppen-Direktor der IDC, behandelte die Auswirkungen auf Wirtschaft, Bevölkerung und Regierung. Rasch steigende Gehälter verlangen Produktivitatsverbesserungen, während die Engpässe bei Energie und Papier uns von dem bisherigen Büro abbringen, in dem überwiegend Papier verarbeitet wird. Inzwischen muß die Industrie zusehen, wie sie mit einem weiteren Engpaß, dem an qualifiziertem Fachpersonal zurechtkommt, und die Zurückhaltung der amerikanischen Regierung bei der Auftragsvergabe dürfte sich auf die Umsätze der Computerhersteller negativ auswirken.

John Gantz, Direktor für das Verlagsprogramm, beschrieb den sich stürmisch entwickelnden Telekommunikationsmarkt mit seiner großen Komplexität. Im letzten Jahr wurden 64 Milliarden Dollar für Telekommunikationssysteme ausgegeben und 1985 werden - so Gantz - 115 Milliarden erreicht werden. Gantz behandelte außerdem die Vor- und Nachteile der Datenübertragung mit Hilfe von Nachrichtensatelliten. "Es sind recht einfache Systeme", betonte er. "Es gibt darin nur wenig mechanische Komponenten mit ihrer Störanfälligkeit. Man braucht nur ein Signal auf den Weg zu schicken und läßt es vom Satelliten reflektieren." Die Übertragungsgeschwindigkeit von 6,3 Megabit pro Sekunde sei ein anderes Plus, sagte er. Und da es digitale Signale sind, lassen sie sich leicht verschlüsseln. Andererseits handelt es sich um private und kostenaufwendige Netzwerke, bemerkte Gantz weiter. Es wird Probleme mit den Schnittstelleneinrichtungen und Protokollen geben und die Frage der Verteilung in großstädtischen Ballungsräumen ist noch nicht beantwortet worden.

David Terrie, Herausgeber des Office Automation Reporting Service der IDC skizzierte die Aussichten der Textverarbeitung in lichten Farben. Er sagte, die Zunahme der Textverarbeitungssysteme entspräche der Anzahl der Typistinnen und Sekretärinnen. Bei den Trends in der Büroautomatisierung rangiert die Ergonomie ganz oben (obwohl die amerikanischen Büroangestellten weniger militant zu sein scheinen als die Lobby ihrer europäischen Kollegen), gefolgt von Managementfunktionen (hier vor allem elektronische Postdienste), Ausbildung und technische Unterstützung . (im Hinblick auf den eingeschränkten Service der Hersteller und Lieferanten) und immer mehr hybride Systeme (mit Kommunikationsprotokollen für den Zugriff zu zentralen Rechnern).

DDP mal vier

Über die Zukunftsaussichten der verteilten Datenverarbeitung (DDP) und der Kleinsysteme äußerte sich John Duffy, Leiter des Corporate Planning Service. Er sagte voraus, daß sich der Wert der Lieferungen von DDP-Produkten zwischen 1980 und 1985 von 1,2 auf 4,7 Milliarden Dollar steigern, mithin also vervielfachen werde. Einen bedeutenden Marktsektor nehmen die Anwendungsgebiete ein. Die computergestützte Konstruktion und Fertigung (CAD/CAM) werden ebenfalls einen bedeutenden Beitrag leisten.