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07.10.2016 - 

Google Assistant

Wie künstliche Intelligenz den Menschen digitalisiert

Geboren Mitte der 70er Jahre, ist er mit dem PC aufgewachsen. Erste Basic-Programme auf dem 8086, beeindruckende CGA- und EGA-Adventures auf dem 80286 - der PC war immer da, als Werkzeug, als Spielzeug, als Chance, einzigartige Dinge zu tun. Schon während des Physik-Studiums machte er dann sein Hobby langsam zum Beruf, indem er als studentische Aushilfskraft die PC-WELT-Redaktion bei allerlei kleinen Aufgaben unterstützte. Von da an war der Studienabschluss eigentlich nur noch ein notwendiges, aber eher lästiges Projekt. Der echte Spaß ging immer erst nach den Vorlesungen in der Redaktion los - tüfteln, querdenken, schreiben, Menschen erreichen. Klar, dass es nach Abschluss des Studiums nur einen Weg geben konnte – mit voller Kraft zur PC-WELT. Seither besteht seine Begeisterung für Wissenschaft, Technik und deren Einfluss auf die Menschen fort. Die Vernetzung und Digitalisierung der Welt ist sicherlich eine der größten Entwicklungen dieser Generationen. Er ist froh, diese spannende Zeit mit der und für die PC-WELT und Macwelt gestalten zu können.
Künstliche Intelligenz ist der Schlüssel zu einem natürlichen und effizienten Miteinander zwischen Mensch und Maschine. Wer dabei letztlich wen steuern wird, bleibt abzuwarten. Googles neuer Assistent zeigt schon mal die Richtung.
Künstliche Intelligenz steht im Zentrum des Herbst-Events von Google
Künstliche Intelligenz steht im Zentrum des Herbst-Events von Google

Künstliche Intelligenz ist die wohl weitreichendste Entwicklung der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart, und hat zukünftig das Potenzial, die gesellschaftliche Struktur massiv zu verändern. Google hat auf dem eigenen Event am 4.10.2016 auf eindrucksvolle Art und Weise gezeigt, wie weit der für den Massenmarkt bereits verfügbare Stand dieser Technologie fortgeschritten ist.

Googles intelligenter Assistent

Der Google Assistant steht dabei als omnipotente Schnittstelle im Zentrum von Googles neuen Produkten und Diensten. Der entscheidende Unterschied zur Vorversion und den persönlichen Assistenten Siri und Cortana besteht in der deutlich gesteigerten Fähigkeit zu abstrahieren und zu verstehen was für ein Bedürfnis eine Person bei einer Anfrage tatsächlich hat. Dabei kann der Assistent einerseits natürlich auf nahezu unendliche Datenmengen aus Googles Knowledge Graph, eigenen Diensten wie Maps, Kalender, Mail, und Daten von Partnern zugreifen. Andererseits muß er zum Ermitteln der tatsächlich relevanten Information noch deutlich mehr kontextuelle Informationen berücksichtigen um zu verstehen.

Der Google Assistant setzt dabei auf Sprache als Eingabeweg. So soll er über alle Gerätegrenzen hinweg gleichermaßen natürlich bedienbar sein. Das signifikant verbesserte Sprach-Verständnis des Assistenten soll auch für deutlich verbesserte Übersetzer-Fähigkeiten sorgen. Und auch die Vorlese-Funktion "Text to Speech" wirkt zumindest in Googles Demo sehr organisch und menschlich.

Mit dem Google Assistant bekommen wir einen kleinen Einblick in die Leistungsfähigkeit der Entwickungen von DeepMind. Im eigenen PR-Clip beschreibt Google, dass sie die Suche ursprünglich entwickelt haben, um jegliche Information für jeden verfügbar zu machen. Der Google Assistent stellt hingegen jedem Nutzer genau die Informationen zur Verfügung die er in diesem Moment genau braucht. Ein Paradigmenwechsel der recht einfach klingt, aber ein sehr großer technologischer Schritt ist.

Die Digitalisierung des Menschen

Entscheidende Kehrseite bei jeglicher Informationstechnologie die über künstliche Intelligenz versucht ausschließlich relevante Informationen für das Individuum herauszufiltern ist natürlich der mangelnde Datenschutz. Die Maschine muß unglaublich viel über die zu assistierende Person wissen, damit sie richtig gut funktioniert. Dieses Wissen wiederum schlägt sich natürlich in Daten nieder, die die Person einem Unternehmen wie Google bereitwillig überlässt, um den Dienst "kostenfrei" nutzen zu können.

Obwohl sicherlich kaum einer in unserer digitalisierten Zeit von sich behaupten kann, ein unbeschriebenes Blatt für einen der großen Datenaggregatoren zu sein, so erreicht das Maß an prozessierbaren Daten und deren intelligente Interpretation doch eine Dichte und Nähe die nahezu einer Digitalisierung des Individuums selbst entspricht. Die Folge ist zum Beispiel, dass eine Person dadurch deutlich leichter zu manipulieren ist, und das auf sehr subtile Art und Weise. Unter dem Deckmantel des dienenden Assistenten gedeiht so möglicherweise eigentlich die Abhängigkeit des Menschen von der Maschine. (PC-Welt)

Das hat Google noch gezeigt: Die neuen Pixel-Smartphones

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