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CW-Kolumne


18.11.2008 - 

Wie man richtig spart

Die Weltmärkte kultivieren seit der Finanzkrise gepflegte Panik. Führende Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen stehen bei der Politik auf der Matte und suchen Schutz unter dem Schirm staatlicher Hilfen. Gleichzeitig geht das große Sparen los. Insbesondere in den Finanzinstituten wird jetzt natürlich gehobelt. Das jüngste Beispiel ist die Citibank, die über 50 000 Mitarbeiter entlassen will. Auch so kann man sparen. Man fragt sich allerdings, wie Unternehmen nach solch einem rigorosen Kahlschlag ihre angestammte Geschäftstätigkeit noch wahrnehmen können.

Die deutsche IT-Branche rechnet nach einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom mit Umsatzeinbrüchen. Mehr als jeder vierte IT-Hersteller bekommt schon jetzt weniger Aufträge als kalkuliert. Grund hierfür: In den Unternehmen wird auch in den IT-Abteilungen hart auf die Kostenbremse getreten.

Doch wer jetzt kompromisslos einen Sparkurs einschlägt, der muss seinem Unternehmen damit keinen Gefallen tun. So warnen die Analysten von Gartner vor unüberlegten Ausgabenreduzierungen. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Krisen oder gar der Rezession seien Innovationen umso wichtiger. Im Prinzip wendet Gartner eine alte Börsenweisheit an: In einer Baisse sollte man Aktien kaufen. Gartner rät Unternehmen, sich kühl zu fragen, wie sehr eine Innovation ein Unternehmen weiterbringt, und nicht einfach alle wichtigen IT-Vorhaben auf Eis zu legen oder komplett abzusagen.

Unternehmen, die jetzt hektisch alle anstehenden IT-Projekte in die Warteschleife schicken, nehmen sich damit mittelfristig einen Wettbewerbsvorteil. Heute mögen solche IT-Manager von ihren Controllern als Sparfüchse gefeiert werden, spätestens übermorgen wird vom Kaputtsparen die Rede sein. Wer ängstlich den Status quo bewahren will und sonst nichts, der bewegt sich auch nicht. Stagnation ist Rückschritt - da hilft auch die Rezession als Ausrede nicht.