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19.10.2016 - 

Neue Produkte, lukrative Nischen

Wie Oki überleben will

Armin Weiler kümmert sich um die rechercheintensiven Geschichten rund um den ITK-Channel und um die Themen der Distribution. Zudem ist er für den Bereich Peripherie zuständig. Zu seinen Spezialgebieten zählen daher Drucker, Displays und Eingabegeräte. Bei der inoffiziellen deutschen IT-Skimeisterschaft "CP Race" ist er für die Rennleitung verantwortlich.
Mit einer auf vertikale Märkte und spezialisierten Lösungen ausgerichteten Strategie will sich Druckerhersteller Oki die Zukunft sichern. Der Fachhandel soll dabei eine zentrale Rolle spielen.

Die Zeiten sind nicht gerade leicht in der Druckerbranche. Die erst kürzlich angekündigte Übernahme der Samsung-Druckersparte durch HP und der Verkauf Lexmarks an einen chinesischen Investor sind Zeichen dafür, dass die Branche sich in einem Konsolidierungsprozess befindet.

Tetsuya Kuri, Vice President Marketing bei Oki, präsentiert die neuen Oki-Maschinen.
Tetsuya Kuri, Vice President Marketing bei Oki, präsentiert die neuen Oki-Maschinen.

Kleinere Anbieter wie Oki stehen besonders unter Druck. Ihr Geschäft ist auf einen Produktbereich, nämlich Drucker, ausgerichtet. Sinkt die Nachfrage an gedruckten Dokumenten, steht das komplette Geschäftsmodell in Frage. Seit jeher wird daher Oki als Übernahmekandidat gehandelt, konnte aber bisher am Markt bestehen.

Für Tetsuya Kuri, Vice President Marketing bei Oki, liegt daher die Zukunft seines Unternehmens weniger im klassischen Bürogeschäft, sondern eher in lukrativen Nischen. Er rechnet zwar mit einen Rückgang im Office-Segment, sieht aber eine stabile Nachfrage in Märkten wie der grafischen Industrie, im Handel und im Gesundheitswesen. "Hier können wir optimal die Kundenbedürfnisse befriedigen", meint Kuri.

Fachhändler helfen bei der Produktentwicklung

Wichtig für Kuri ist dabei die bedarfsgerechte Entwicklung von Produkten und Lösungen. Hier könne man die Vorteile eines kleineren Unternehmens ausspielen: "Wir haben kurze Kommunikationswege und sind dadurch sehr flexibel", erläutert der Oki-Vice-President. Dabei ist ihm auch das Feedback der Fachhandelspartner wichtig, da sie im direkten Kundenkontakt deren Bedürfnisse am besten einschätzen können. "Das wird direkt in die Produktplanung mit eingebunden", versichert er. Das Resultat sehe man nun in den neuen Oki-Produkten.

Das neue Portfolio an LED-Farbdruckern und Multifunktionsgeräten soll den herkömmlichen Einsatz von Druckern erweitern. Dazu zählen die neuen Geräte der MC300/C300-, MC500/C500- und C800-Serien sowie den C612- und den OKI C712-Geräten. Oki setzt dabei auf die offene Smart Extendable Platform (sXP), mit der individuelle Lösungen programmiert werden können. Zudem ermöglicht sXP das sichere Abrufen von Druckaufträgen per PIN-Nummer oder Kartenlesesystem und erlaubt die Anbindung an externe Dokumenten-Managementsysteme sowie Lösungen wie Ringdale Follow Me, PaperCut, Drivve Image oder den bereits vorintegrierten und kostenfrei verfügbaren Sendys Explorer.

Zu neuen Vermarktungswegen wie den Dash-Diensten des Onliners Amazon äußert sich Kuki vorsichtig: "Wir haben einen klaren B2B-Fokus", bekräftigt er. Man müsse daher vorsichtig sein, um das Channel-Business nicht zu gefährden. Aber man diskutiere natürlich über diese Vertriebswege. So beobachtet man bei Oki zunächst einmal, wie sich die Modelle entwickeln. "Ob es uns wirklich tangiert, wissen wir noch nicht", ist die ehrliche Antwort des Oki-Marketing-Spezialisten.

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