Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.05.1996 - 

Die Meta Group empfiehlt

Wie sich IT-Abteilungen einer geänderten DV anpassen müssen

Im Jahr 2000 setzen Objektorientierung und Client-Server-Computing die Maßstäbe für die Entwickler. Die Meta Group schätzt, daß 20 bis 30 Prozent der heute in IT-Abteilungen Beschäftigten dann nicht mehr in diesem Geschäft tätig sein werden. Die etwa zehn bis 15 Prozent derjenigen, die zur Pflege von Altsystemen abgestellt sind, haben jedoch einen sicheren Job.

Die absehbaren Veränderungen erfordern eine Reihe von Maßnahmen. Zunächst einmal müssen IT-Abteilungen ihrem Unternehmen eine Anwendungsarchitektur zur Verfügung stellen, ein Framework, in das Standardsoftware genauso eingehängt werden kann wie Legacy- oder neue Client-Server-Applikationen. Dabei sollten logische Verbindungen zwischen den Applikationen vorgesehen sein, aber auch einzelne und universelle Application Programming Interfaces (APIs) sowie eine Message-basierte Middleware.

Legacy-Anwendungen sinnvoll kapseln

Es ist darauf zu achten, daß Applikationsfunktionen auf einem relativ hohen Abstraktionslevel gekapselt und als Stored Procedures oder Remote Procedure Calls (RPCs) zur Verfügung gestellt werden. Erfahrungen aus Fallstudien zeigten, daß neue Client-Server-Anwendungen auf diese Weise nach und nach um Legacy-Module erweitert werden können.

Middleware erweist sich zunehmend als entscheidend für die Skalierbarkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit von Client-Server-Anwendungen. Laut Meta Group sollte deshalb besonderes Gewicht auf die Spezifikation einer Drei-Schichten-Architektur und auf die Auswahl der Middleware-Produkte gelegt werden. Noch für 1996 empfiehlt das Marktforschungsunternehmen einen inkrementellen Übergang von Zwei-Schichten-Strukturen zu Drei-Schichten-Modellen. 1997 und 1998 sollten Tools angeschafft werden, die beliebig viele Schichten unterstützen können. Außerdem seien mittelfristig Object Request Broker für OLTP- und Olap-Anwendungen notwendig (OLTP = Online Transaction Processing, Olap = Online Analytical Processing).

Die Annäherung an die Objektorientierung spielt ebenfalls eine außerordentliche Rolle bei der Zukunftsplanung , wie sie die Meta Group vorschlägt. Gegenwärtig empfehlen die Analysten, sich Tools und Methoden anzueignen, die die Entwicklung von Anwendungs-Frameworks ermöglichen. Dabei könnten Benutzer sich auf OLE-Lösungen für den Desktop konzentrieren, allerdings gekoppelt mit Übersetzungs- und Entwicklungs-Tools, die eine Anbindung Corba-basierter Server ermöglichen (Corba = Common Object Request Broker Architecture). Wer Cross-Plattform-Funktionalitäten benötigt, habe allerdings keine Alternative zu dem OMG-Standard.

Data-Warehouses und Decision Support Systems (DSS) dürfen laut Meta Group nicht isoliert betrachtet werden. Solche Anwendungen sollten Teil einer umfassenden Informationsbasis sein. Bei der Definition dieser Basis sowie der Schlüsselkomponenten darf nicht außer acht gelassen werden, daß Data-Warehousing ein iterativer Prozeß ist, der sorgfältig geplant werden muß.

Legacy-Applikationen stellen, so die Meta Group, technologische Zeitbomben dar. Deshalb kommen Unternehmen nicht darum herum, den Wert der bestehenden Anwendungen gegenüber den Risiken abzuwägen.