Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

24.08.2006

"Wieder an der Front"

Die Anfang dieses Jahres gegründete Bendata GmbH hat ein klar umrissenes Geschäftsfeld: Beschaffung und Lieferung von Druckerersatzteilen. Der Bedarf im Markt ist groß.

Von Damian Sicking

Wenn zwei ehemalige Tomtech- beziehungsweise PSB-Geschäftsführer gemeinsam eine neue Firma gründen, dann darf man gespannt sein, was dabei herauskommt. Michael Reymann und Karl-Heinz Gosmann, die sich seit vielen Jahren kennen, haben Anfang dieses Jahres die Bendata GmbH & Co. KG im hessischen Altenstadt gegründet. Im Prinzip knüpfen die beiden Unternehmer dort an, wo sie bei Tomtech aufgehört hatten: Distribution von Druckerersatzteilen, vor allem von HP-Printern.

"Wir sind jetzt wieder direkt an der Front", sagte Geschäftsführer Reymann bei einem Besuch der ComputerPartner-Redaktion in München. Reymann, der gemeinsam mit seinem Kompagnon Gosmann das Unternehmen Tomtech im Jahr 1994 gegründet hatte und Ende 2004 mit einem einjährigen Wettbewerbsverbot ausgeschieden war, hatte bereits im vergangenen Jahr mit Gosmann gemeinsam den Sportartikelversender Ninasports gegründet (www.ninasports.de), der inzwischen auch mit einem Ladengeschäft in Warburg vertreten ist.

Während sich der passionierte Golfspieler Gosmann in erster Linie um Ninasports kümmert, macht Reymann bei Bendata Dampf. "Viele Händler kenne ich ja noch von früher", sagt er. Dennoch stand in den ersten Monaten "Kaltakquise" auf der Tagesordnung.

Wesentlich entscheidend im Ersatzteilwesen sind Verfügbarkeit und schnelle Lieferung. Reymann sagt, dass Bendata hier den Vergleich mit der Konkurrenz nicht zu scheuen braucht. Ansonsten legt er im Kundenkontakt Wert auf "die alten Tugenden, die heute kaum noch gelebt werden"; er nennt Erreichbarkeit, Freundlichkeit, sich um den Kunden kümmern. Gerade seine Zielgruppe, die mittleren und kleinen Kunden, wissen dies zu schätzen, meint er. Weitere Pluspunkte seines Unternehmens sind:

3 Keine Mindestbestellmenge

3 Lieferung auf Rechnung auch bei der Erstbestellung (nach Bonitätsprüfung)

3 Geringe Versandkosten (5,40 Euro bis 30 Kilogramm)

3 Ab 200 Euro Auftragswert Lieferung frei Haus

3 Einkauf zu vergünstigten Konditionen bei der Schwesterfirma Ninasports.

Vor allem im Bereich HP-Designjet (Plotter) ist nach Angaben von Reymann derzeit ein großer Bedarf im Markt, die Ersatzteilversorgung ist hier nicht immer optimal. "Da wollen wir mehr machen", verspricht Reymann, der über gute Kontakte zu Lieferanten aus dem Ausland verfügt. Zudem haben die Hessen eine Firma an der Hand, die Ersatzteile nachbaut, deren Fertigung HP eingestellt hat.

Einige Hoffnungen verbindet Reymann auch mit dem Reparaturportal "wer-repariert-wo.de". Hier können Anwender die Marke ihres Druckers und ihre Postleitzahl angeben, und das Portal zeigt ihnen entsprechende Reparaturfirmen an. Diese Seite richtet sich natürlich an Endanwender, und um sie publik zu machen, möchte Reymann gerne Anzeigen in den großen Zeitungen und Magazinen wie FAZ oder Fokus schalten. Aber dazu müssen sich erst noch mehr Händler dort eintragen lassen, wobei der "Befüllungsgrad" derzeit schon ganz gut ist, sagt Reymann.

Wie es sich für einen guten Unternehmer gehört, hat der 44-jährige Familienvater auch eine Vision: "Wir möchten mit Bendata in eine Größenordnung kommen, wo wir mit Tomtech einmal waren, also bei rund 20 Millionen Euro Umsatz."